China: Erzwungene Geständnisse im TV-Tribunal
23 Min.
Verfügbar bis zum 30/05/2090
Sendung vom 05/06/2020
Die Tribunale in Form eines Volksgerichtshofs in digitalen Zeiten sollen die Autorität der Partei gegen alle Zweifler und Kritiker verteidigen.
Die Inszenierungen der „Geständnisse“ ähneln sich: Mal filmen sie in einer Gefängniszelle, mal in einem extra dafür hergerichteten Raum; die Frauen und Männer gestehen ihre Verbrechen gegen Volk und Regierung nach einem für sie vorbereiteten Manuskript; am Ende entschuldigen sie sich für das, was sie getan haben sollen, ehe sie häufig zu schweren Strafen verurteilt werden.
Es ist selten, dass die Opfer oder die Zeugen dieser Prozedur darüber reden. Aber wenn, dann erzählen alles das Gleiche: Sie wurden in der Haft bedroht und gefoltert, damit sie öffentlich gestehen, was man ihnen vorwirft. Ein ehemaliger Journalist aus England wurde in China zu einem solchen Geständnis gezwungen. Nach der Haft und der Rückkehr in seine Heimat sah er, dass sein Geständnis vom neuen Auslandssender des chinesischen Staatsfernsehens auch in Europa weiter ausgestrahlt wurde. Er meldete das der britischen Aufsichtsbehörde. Dies ist eine schwerwiegende Anklage gegen das kommunistische Regime in Peking, das gerade eine neue „Weltordnung der Medien“ ganz in seinem Sinne etablieren will.
Regie
Angélique Forget
Antoine Védeilhé
Autor:in
Angélique Forget
Antoine Védeilhé
Land
Frankreich
Jahr
2020
Neue Zeitung: die Ostdeutsche Allgemeine
US-Presse: Die "Washington Post" in der Krise
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Haben Europas öffentlich-rechtliche Medien noch eine Zukunft?
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