ARTE

Barrierefreiheit

Barrierefreie Inhalte für alle

Barrierefreiheit von Programmen

ARTE macht seine Inhalte allen Zuschauern und Nutzern zugänglich. Dazu werden Fassungen speziell für Blinde und Sehbehinderte (Audiodeskription) sowie für Hörgeschädigte angeboten. Die Fassungen werden bei Fernsehausstrahlung der Programminhalte sowie bei ihrer Onlinestellung auf der Website arte.tv bzw. in der ARTE-App bereitgestellt. Bei der Entwicklung neuer Formate und Benutzeroberflächen wird Barrierefreiheit bei ARTE von Beginn an mitgedacht.

 

Audiodeskription

Audiodeskription ist ein Verfahren, bei dem durch Kommentarstimme visuelle Programminhalte für Blinde und Sehbehinderte beschrieben werden. Zur  Erstellung von Audiodeskriptionsfassungen zieht ARTE systematisch blinde bzw. sehbehinderte Menschen hinzu.

Der Sender bietet wöchentlich vier bis fünf Primetime-Programme mit Audiodeskription in deutscher und französischer Sprache an. Dies sind hauptsächlich Spiel- und Fernsehfilme sowie einige große Dokumentarfilme.

 

  • Wöchentlich sind 4 bis 5 Primetime-Programme mit Audiodeskription auf Deutsch und Französisch verfügbar.
  • Die Anzahl der ausgestrahlten Programme mit Audiodeskriptionsfassung nimmt jedes Jahr zu.

 

Untertitel für Hörgeschädigte

Untertitel für Hörgeschädigte transkribieren die Tonspur. Die Identifizierung der Gesprächsteilnehmer und die Zuordnung der Geräusche (Effekte, Musik, Atmosphäre usw.) zum Geschehen auf dem Bild werden per Farbcode und durch die entsprechende Positionierung der Untertitel gewährleistet.

Die Gesamtzahl der vom Sender produzierten Fassungen mit Untertiteln für Hörgeschädigte hat sich in den letzten beiden Jahren verdoppelt.

 

Barrierefreiheit der Benutzeroberflächen

Die Website arte.tv und die Apps sind heute vollständig barrierefrei.

Die Websites und die ARTE-App bieten Usern mit Behinderung dieselben Informationen und Interaktionsmöglichkeiten wie allen anderen Nutzern. Das Browsing zwischen den Seiten und innerhalb derselben wurde vereinfacht. Wie jeder andere User können Blinde und Sehbehinderte ihre Programmauswahl nach Vorlieben oder auch thematisch treffen.

Der Videoplayer lässt sich mithilfe der Tastatur bedienen und ist mit den technischen Vorrichtungen kompatibel, die Nutzer mit Behinderung einsetzen.

 

Thematisierung von Behinderung im ARTE-Programm

ARTE spricht in seinen fiktionalen wie auch dokumentarischen Programmen regelmäßig das Thema Behinderung an. Nachfolgend sind exemplarisch einige vom Sender ausgestrahlte Programme aufgeführt:

  • Re: Rätsel um Babys ohne Arme – Die Fälle in Deutschland, In dieser Reportage werden im Sommer 2019 in einem Gelsenkirchener Krankenhaus drei Kinder mit ähnlichen Handfehlbildungen geboren (ZDF – 2020)
  • Mein Augenstern, französische Komödie über die Liebesbeziehung zwischen einer blinden jungen Frau und ihrem Nachbarn (ARTE France – 2019)
  • Liebt mich! von Stéphanie Pillonca, eine Dokumentation über ein inklusives Tanzprojekt von Menschen mit und ohne Behinderung (ARTE France – 2019)
  • Manuel Down Under, ein junger Deutscher mit Down-Syndrom und sein Freund machen sich auf, Australien zu erobern. Ein Roadtrip aus der Sicht von Menschen mit Behinderung, Doku-Serie (ZDF – 2018)
  •  Schau in meine Welt – Fritz hat Glasknochen, Kinderserie über den 11-jährigen Fritz der an der sogenannten Glasknochenkrankheit leidet (HR – 2018)
  • ARTE Re: Arbeiten mit Handicap. Behinderung als Jobchance, Reportage (ZDF – 2018)
  • Die Eloquenz der Gehörlosen, Dokumentarfilm über eine junge Frau und ihren Alltag als „Vorzeige-Behinderte“, zwischen Ausgrenzung und mühevollen Anpassungsprozessen (ARTE France – 2017)
  •  Ava – Plötzlich erwachsen, Spielfilm von Léa Mysius. Der 13-jährigen Ava droht Blindheit. Ihr Trost sind der ältere Aussenseiter Juan und sein Hund (ARTE France– 2017)
  • Im Dunkeln sehen – Notizen eines Blinden (Notes on Blindness), Dokumentarfilm und VR-App nach den Tonaufzeichnungen des erblindeten Schriftstellers und Philosophen John Hull (ARTE France – 2016)
  • Das Dorf der Stille, Dokumentation über das Deutsche Taubblindenwerk Fischbach bei Hannover (SWR – 2015)
  • Was Du nicht siehst, Dokumentarsendung mit der weltreisenden blinden französischen Journalistin Sophie Massieu (ARTE France – 2011)

Barrierefreie Vorabpremiere – ARTE zu Gast bei „Entendez-voir“

ARTE ist Partner des Festivals Entendez-voir, organisiert vom Straßburger Verein Vue d’ensemble. Das Festival sensibilisiert für Barrierefreiheit und setzt sich dafür ein, Kultur für alle zugänglich zu machen. Im Rahmen des Festivals nahm 2020 ARTE an einer Podiumsdiskussion zum Thema Barrierefreiheit im Bereich Film und Fernsehen teil. ARTE zeigte außerdem eine Vorabpremiere mit Untertiteln und Audiodeskription, die dem gesamten Publikum eine barrierefreie und voll umfängliche Filmvorführung und einen anschließend Austausch mit dem Filmteam ermöglichte.