Irak: Kehren Christen heim nach Mossul?
ARTE Reportage24 Min.
Verfügbar bis zum 19/03/2029
Sendung vom 14/04/2026
Nach Jahren des Schweigens läuten in Mossul nun auch wieder die Kirchenglocken. Zehn Jahre nach dem Fall des Islamischen Staats erhebt sich die Stadt der Minarette wieder aus ihren Trümmern. Die Kirchen Al-Tahira und Mar Toma, Ikonen des orientalischen Christentums, die der IS zerstört hatte, wurden restauriert und gerade wiedereröffnet.
Doch viele sind es nicht, die dort zum Gottesdienst erscheinen: Vor 2003 lebten in Mossul noch fast 50.000 Christen, davon aber blieben bis heute nur gut 30 Familien. Alle anderen flohen vor dem Terror des IS nach Irakisch-Kurdistan oder in den Westen. Unsere Reporter sprachen mit den Christen, die bis heute in Mossul blieben und mit denen im Exil in der nahegelegenen Autonomen Region Kurdistan. Viele stellen sich die gleichen Fragen: Künden die wiederaufgebauten Kirchen von der Wiedergeburt der christlichen Gemeinden in Mossul? Oder sind sie nur noch eine Art museales Symbol der Vergangenheit, ein Zeichen des endgültigen Abschieds der Christen von ihrer Stadt? Werden sie jemals zurückkehren?
Regie
Constance de Bonnaventure
Kamera
Claire Billet
Schnitt
Thomas Parnet
Produktion
Kraken Films
Fixer
Stella Martany
Drohnenpilot
Ninwaya Polis et L’œuvre d’Orient
Land
Frankreich
Jahr
2026
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