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Festival d'Aix-en-Provence 20261 Min.
TV-Ausstrahlung am Samstag, 11. Juli um 22:00
Seit Jahren zählt "Die Zauberflöte" zu den meistgespielten Opern beim Festival in Aix-en-Provence. Nach acht Jahren kehrt Mozarts Werk nun zurück auf den Spielplan. Clément Cogitore interpretiert die Handlung als moderne Coming-of-Age-Geschichte: Tamino und Pamina verlassen die Welt der Kindheit und treten ein in eine Realität, in der Schönheit zerbrechlich und Wahrheit ungewiss ist.
Die Zauberflöte entwirft das Bild einer utopischen Gemeinschaft, die Sarastro als Gegenentwurf zur nächtlichen Welt verwirklichen möchte. Doch das vermeintliche Happy End erweist sich als trügerisch. Der Filmemacher und Künstler Clément Cogitore greift Bilder auf, die im kollektiven Gedächtnis verankert sind, und macht zugleich ihre Schattenseiten sichtbar. Er verbindet Archivmaterial mit dem Bühnengeschehen, hält den Figuren ihre eigenen Widersprüche vor Augen und schafft so eine vielschichtige Inszenierung.
Die Produktion der 78. Ausgabe des Festival d'Aix-en-Provence zeichnet sich durch eine leichte, beinahe tänzerische Umsetzung aus, zu der die Choreografin Evelin Facchini entscheidend beiträgt. Besonders reizvoll ist das Zusammenspiel zwischen Darstellerinnen und Darstellern sowie den Videoprojektionen. Cogitores Interpretation wird so auch zu einer Komödie der Illusionen.
Am Dirigentenpult steht Leonardo García-Alarcón, der die Aufführung gemeinsam mit seinem Ensemble Cappella Mediterranea, dem Chœur de chambre de Namur und dem Knabenchor der Chorakademie Dortmund musikalisch gestaltet. Der Dirigent, der als bedeutender Interpret des Barockrepertoires gilt, bringt Die Zauberflöte hier erstmals auf die Bühne.
Die Besetzung ist prominent: Sabine Devieilhe übernimmt die Rolle der Königin der Nacht. Brindley Sherratt verkörpert Sarastro, Mauro Peter ist als Tamino zu erleben, Ying Fang singt die Pamina und Sean Michael Plumb gestaltet seinen Lieblingspart, den Papageno, den Cogitore mit lyrischer Zärtlichkeit anlegt.
Die Produktion wird für ARTE aufgezeichnet und am 11. Juli ausgestrahlt. Durch den Abend führt Saskia De Ville.
Mit
Sabine Devieilhe (Die Königin der Nacht)
Mauro Peter (Tamino)
Ying Fang (Pamina)
Brindley Sherratt (Sarastro)
Sean Michael Plumb (Papageno)
Edwin Crossley-Mercer (Der Sprecher)
Alix Le Saux (Erste Dame)
Ashley Dixon (Zweite Dame)
Adriana Bignagni Lesca (Dritte Dame)
Emma Fekete (Papagena)
Rodolphe Briand (Monostatos)
Komponist/-in
Wolfgang Amadeus Mozart
Inszenierung
Clément Cogitore
Dirigent/-in
Leonardo García-Alarcón
Orchester
Cappella Mediterranea
Chorleitung
Thibaut Lenaerts
Chor
Chœur de chambre de Namur
Knabenchor der Chorakademie Dortmund
Choreographie
Evelin Facchini
Libretto
Emanuel Schikaneder
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten
Alban Ho Van
Kostüme
Wojciech Dziedzic
Licht
Sylvain Verdet
Dramaturgie
Simon Hatab
Moderation
Saskia de Ville
Regie
François-René Martin
Land
Frankreich
Jahr
2026
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