Richard Strauss: Die Frau ohne Schatten
Festival von Aix-en-Provence 2026Verfügbar ab dem 09/07/2026
Die Tochter des Geisterkönigs verliert nach ihrer Heirat mit dem Kaiser der südöstlichen Inseln ihre Zauberkräfte. Doch sie hat keinen Schatten, der sie als Menschen auszeichnen würde. Gemeinsam mit dem Dirigenten Klaus Mäkelä inszeniert Barrie Kosky die anspruchsvollste Oper von Strauss als eine Allegorie der Bewusstwerdung. Die Oper wird live aus Aix-en-Provence auf arte.tv übertragen.
Die Tochter des Geisterkönigs gibt ihre Zauberkräfte auf, um den Kaiser der südöstlichen Inseln und damit einen Sterblichen zu heiraten. Allerdings hat sie noch immer keinen Schatten als sichtbares Zeichen für ihre neue Zugehörigkeit zur Menschenwelt. Ihr Vater setzt ihr eine Frist von drei Tagen, um einen Schatten zu erhalten. Im Falle ihres Scheiterns wird ihr Gatte in Stein verwandelt und sie muss zurück in die Geisterwelt. Unterstützt von ihrer treuen Amme versucht die Kaiserin, an den Schatten einer anderen Frau zu kommen: der kinderlosen Ehefrau des Färbers Barak.
Die Suche nach dem Licht
Die Frau ohne Schatten wurde 1919 in Wien uraufgeführt. Sie gilt als anspruchsvollste Oper von Strauss, das Libretto stammt von Hugo von Hofmannsthal. Das ungewöhnliche Werk ist eine Initiationsgeschichte und schreibt sich mit ihrer humanistischen Botschaft in die Tradition der Zauberflöte ein. In einer von Hofmannsthal imaginierten Welt, die sich irgendwo zwischen 1001 Nacht und den Märchen der Gebrüder Grimm ansiedelt, leben Sterbliche und Geister, vereinen sich Fantastik und Realismus. Der Schatten, ein zentrales Motiv der Oper, wurde lange Zeit als Symbol für die zunächst verweigerte, dann erfüllte Mutterschaft verstanden. Barrie Kosky (Les noces de Figaro) inszeniert in Aix-en-Provence den Schatten als Allegorie der menschlichen Seele. Aus seiner Sicht ist die Kaiserin nicht etwa eine unvollkommene Frau, weil sie kein Kind bekommt. Vielmehr will sie alle Facetten ihres Wesens – die hellen und die dunklen, die tugendhaften und die gewalttätigen – ausleben. Durch diesen Bruch mit der traditionellen Lesart wird Koskys Vision der Frau ohne Schatten zu einer Meditation über Bewusstwerdung. Der australische Regisseur erklärt das Stück nicht, er eröffnet Interpretationsspielräume. Er konzentriert sich darauf, die emotionale und spirituelle Kraft dieser einzigartigen Oper zur Geltung zu bringen – einer Oper, die von den Schatten handelt, die jeder Mensch in sich trägt, aber auch von der erstaunlichen und zarten Schönheit des menschlichen Strebens nach Licht und nach Liebe.
Aufzeichnung vom 9. Juli 2026 beim Festival d’Aix-en-Provence.
Die Suche nach dem Licht
Die Frau ohne Schatten wurde 1919 in Wien uraufgeführt. Sie gilt als anspruchsvollste Oper von Strauss, das Libretto stammt von Hugo von Hofmannsthal. Das ungewöhnliche Werk ist eine Initiationsgeschichte und schreibt sich mit ihrer humanistischen Botschaft in die Tradition der Zauberflöte ein. In einer von Hofmannsthal imaginierten Welt, die sich irgendwo zwischen 1001 Nacht und den Märchen der Gebrüder Grimm ansiedelt, leben Sterbliche und Geister, vereinen sich Fantastik und Realismus. Der Schatten, ein zentrales Motiv der Oper, wurde lange Zeit als Symbol für die zunächst verweigerte, dann erfüllte Mutterschaft verstanden. Barrie Kosky (Les noces de Figaro) inszeniert in Aix-en-Provence den Schatten als Allegorie der menschlichen Seele. Aus seiner Sicht ist die Kaiserin nicht etwa eine unvollkommene Frau, weil sie kein Kind bekommt. Vielmehr will sie alle Facetten ihres Wesens – die hellen und die dunklen, die tugendhaften und die gewalttätigen – ausleben. Durch diesen Bruch mit der traditionellen Lesart wird Koskys Vision der Frau ohne Schatten zu einer Meditation über Bewusstwerdung. Der australische Regisseur erklärt das Stück nicht, er eröffnet Interpretationsspielräume. Er konzentriert sich darauf, die emotionale und spirituelle Kraft dieser einzigartigen Oper zur Geltung zu bringen – einer Oper, die von den Schatten handelt, die jeder Mensch in sich trägt, aber auch von der erstaunlichen und zarten Schönheit des menschlichen Strebens nach Licht und nach Liebe.
Aufzeichnung vom 9. Juli 2026 beim Festival d’Aix-en-Provence.
Inszenierung
Barrie Kosky
Regie
Corentin Leconte
Produktion
CAMERA LUCIDA PRODUCTIONS
Land
Frankreich
Jahr
2026
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