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Russland: Reise in ein Land im Krieg
ARTE Reportage25 Min.
Verfügbar bis zum 26/06/2035
Sendung vom 27/06/2025
Meine letzte Reportage aus Russland drehte ich im Mai 2022, in der Enklave Kaliningrad, ein paar Wochen nachdem Russland die Ukraine angegriffen hatte. Danach lief mein Journalistenvisum ab. Erst drei Jahre später, im Mai 2025, erteilte mir Russland ein neues.
Diese Reportage ist eine Reise von Moskau nach Wyborg, an der Grenze zu Finnland, zur Europäischen Union und zur NATO, seit Helsinki beschlossen hat, der westlichen Militärorganisation beizutreten. Auf jeder Etappe versuchte ich, die Stimmung der Russen zu erkunden, ihr Verhältnis zu Wladimir Putin, ihre Haltung zu diesem Krieg, ihr Gefühl der wirtschaftlichen und intellektuellen Isolation von den westlichen Ländern.
Während der Dreharbeiten stellte sich aus Sicherheitsgründen niemand offen gegen die Machthaber. Neben der Kamera aber sprachen die Russen auch darüber, wie sie aus dieser Konfliktsituation wieder herauskommen könnten. Und unter welchen Bedingungen? Schwer zu erkunden, denn die offizielle Propaganda dringt täglich tief in ihre Köpfe, und danach habe die Ukraine die alleinige Verantwortung für den Krieg... Die Russen scheinen ihren Präsidenten immer noch zu unterstützen, ihre Unterstützung für den Krieg ist weniger augenscheinlich.
Sicher ist, dass Russland nicht so isoliert ist, wie wir im Westen glauben. China hat viel in Russland investiert, die europäischen Sanktionen sind dem Anschein nach weniger wirksam als erhofft, das Regime steht nach wie vor fest.
Während der zehn Tage dieser Reise spürte ich als westlicher Journalist keinerlei Abneigung gegen mich. Ich kehrte mit gemischten Gefühlen zurück: der Freude darüber, Russland wiederzusehen, und der Traurigkeit darüber, dass es sich für Jahre von Europa entfernt hat.
Regie
Vladimir Vasak
Autor:in
Vladimir Vasak
Schnitt
Florence Touly
Übersetzung
Elyzaveta Zamyslova
Land
Frankreich
Jahr
2025
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