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Re: Russen in Lettland unerwünscht

Ausschnitt (3 Min.)

Verfügbar ab dem 27/05/2024

TV-Ausstrahlung am Montag, 3. Juni um 19:40

  • Synchronisation
Immer werktäglich um 19.45 Uhr und jederzeit im Netz: Die Reportage-Reihe "Re:" erzählt Geschichten von Menschen – authentisch und ganz nah dran.
Nach der Unabhängigkeit Lettlands im Jahr 1991 blieben viele Russen im Land, noch heute ist ein Drittel der lettischen Bevölkerung russischer Abstammung. Doch von einem wirklichen Miteinander kann keine Rede sein. Dieses ohnehin fragile Gleichgewicht zerstörte der Krieg in der Ukraine vollends. 
Die Letten haben die Besatzungszeit und die damals verübten Verbrechen nicht vergessen und wollen mit der sowjetischen Vergangenheit Tabula rasa machen. Doch wie nimmt die russischsprachige Bevölkerung diese Bestrebungen wahr? Besteht die Gefahr einer definitiven Spaltung? Im kleinen, stark vernetzten Lettland, das heute fest in der Europäischen Union verankert ist, hat die Sprache politischen Stellenwert, und der Krieg in der Ukraine hinterlässt tiefe Wunden im Alltag vieler lettischer Familien. 
Nie hätte sich Tamara mit ihren 70 Jahren träumen lassen, dass sie einmal so viel Stress haben würde. Sie hat ein Schreiben erhalten, in dem ihr mit Ausweisung gedroht wird, weil sie die Lettischprüfung nicht bestanden hat. Diese Prüfung ist heute Pflicht für Menschen mit russischem Pass, die eine ständige Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Tamara versteht diese Politik nicht und fühlt sich in Lettland nicht mehr willkommen, obwohl sie hier ihr ganzes Leben aufgebaut hat.
Emilia wohnt in Riga. Sie ist in der Abiturklasse und kann kein Russisch. Der Ukraine-Krieg war für sie ein Schock. Sie ist überzeugt, dass ihr Land das nächste auf Putins Liste ist. Deshalb wünscht sie nichts sehnlicher als den Sieg der Ukraine. Sie hat die Organisation „Schulen für den Sieg“ gegründet, die Gymnasiasten im ganzen Land dafür gewinnt, Spenden für ukrainische Frontsoldaten zu sammeln. Außerdem bringt Emilia jungen russischsprachigen Landsleuten Lettisch bei. 
Denis ist Chefredakteur einer russischen Regionalzeitung. Als die Polizei im März 2022 die Büros der Redaktion durchsuchte, floh er mit seinem ganzen Team nach Riga. In Russland droht dem Exil-Journalisten eine Gefängnisstrafe. Er versucht, sich in Lettland zu integrieren, und erlernt die Sprache. Die Entrussifizierungsmaßnahmen kann er verstehen. 

Land

Frankreich

Jahr

2024

Herkunft

ARTE F

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