"Mittlerweile sieht man hier häufig U-Boote der USA, aus Deutschland oder anderen Nato-Ländern vor unseren Küsten", sagt Helikopterpilot Hanus Olsen. Die Hubschrauber der staatlichen Fluggesellschaft transportieren Personen und Güter zwischen den zu Dänemark gehörenden Inseln.
Die Färöer liegen zwischen der Arktis, Europa, Russland und den USA und gewinnen zunehmend an militärischer Bedeutung. Seitdem Donald Trump öffentlich Ansprüche auf Grönland erhoben hat, ist auch die färöische Politik in großer Sorge. "Wir hoffen, dass Trump die Färöer nicht will, und wir hoffen, dass nicht eines Tages Russland die Färöer besetzt", sagt die 20-jährige Björg. Sie ist die jüngste Abgeordnete, die das Land je hatte.
Viele junge Färinger sind verunsichert. Sie befürchten, dass das kleine Land zwischen den Großmächten zerrieben wird. "Deshalb wäre ein Beitritt zur Europäischen Union ideal", meint Fischfabrikant Jens-Martin Knudsen. Denn die Färöer gehören zwar zu Dänemark, aber nicht zur EU. Knudsen sieht wirtschaftliche Vorteile in einer EU-Mitgliedschaft, denn der Fischfang macht 95 Prozent des Exports aus.
Der alte Seebär Birgir Enni ist eine Legende auf den Färöern. Er möchte, dass die Färöer unabhängig von Dänemark werden und auch als eigenständiger Staat kein EU-Mitglied werden. Auch, weil er sich von niemandem vorschreiben lassen will, was er essen darf. Denn die Färinger fangen nach wie vor Wale, und das ist in der EU verboten.