Diese jungen Leute, viele von ihnen haben mit ihren Familien gebrochen, leben in den toten Winkeln einer der reichsten und sichersten Metropolen der Welt. Ihren Mitmenschen gelten sie als gefährlich, als kriminell oder mindestens als unmoralisch. Fürs nackte Überleben verkaufen manche ihren Körper, andere dealen mit allem Möglichen, viele irren nachts umher auf der Suche nach einem Schlafplatz. Eines ist ihnen allen gemeinsam: die Verzweiflung über das Scheitern und das sich ausgestoßen fühlen. Einige treibt die Einsamkeit in den Selbstmord, andere finden Trost, Mut, Freiheit und Lebensfreude in der fragilen Gemeinschaft der Toyoko Kids. Die Behörden wirken hilflos, viel mehr als einsperren oder wegsperren fällt ihnen nicht ein, auch die Eltern wissen in aller Regel nicht, wie sie reagieren sollen. Manche versuchen Kontakt zu halten, andere geben auf.
Über Wochen begleiteten Arthur Rayssiguier und Pierre Chabert die Toyoko Kids, sie gewannen ihr Vertrauen und durften sie filmen, auch in sehr intimen Momenten. Die jungen Leute suchen trotz alledem ihren Platz in der Welt und eine Zukunft, auch wenn die japanische Gesellschaft sie ignoriert und lieber wegschaut.