Der Terrorüberfall der Hamas am 7. Oktober 2023 war für die Juden in Israel und in der Welt die größte Katastrophe seit dem Völkermord der Nazis im letzten Jahrhundert. Wie beim Holocaust stellt sich nun die Frage nach der Erinnerung an das, was damals geschah, die Frage nach der Dokumentation des Schreckens: Wie können möglichst alle Fakten erfasst und Zeugenaussagen gesammelt werden, um die Leugner und Verschwörungstheoretiker jetzt und in Zukunft zu widerlegen? Was geschieht mit den verlassenen Orten nach dem Überfall? Welche Lehren sind aus all dem zu ziehen?
Überall im Land engagieren sich Menschen in Israel für diese Erinnerungsarbeit. Unser Reporter zeigt, wie sie den Ablauf der Ereignisse genau nachvollziehen, die Aussagen der Überlebenden archivieren, Helden und Retter ehren. Er berichtet, wie sich das kollektive Bewusstsein der israelischen Bürgerinnen und Bürger seit dem 7. Oktober verändert hat. Und er fragt, woher die relative Gleichgültigkeit der Öffentlichkeit in Israel kommt, gegenüber den Folgen des Krieges für die Zivilbevölkerung in Gaza.