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Re: Georgien - Zwischen Putin und Europa
31 Min.
Verfügbar bis zum 26/06/2029
Sendung vom 28/06/2024
In Georgien sind Umfragen zufolge 80% der Bevölkerung für eine Annäherung an Europa. Doch die aktuelle Regierung gilt als Moskau-freundlich und wendet sich eher Russland zu. Als ein Gesetz verabschiedet werden soll, das bestimmte Organisationen und Medien als "ausländische Agenten" einstuft, formiert sich massiver Widerstand, Hunderttausende gehen auf die Straße ...
Im Frühjahr 2024 sind in Georgien wochenlang Bürgerinnen und Bürger auf der Straße, um gegen das sogenannte „Transparenzgesetz“ zu protestieren. Danach müssen sich Institutionen, die sich mit ausländischen Geldern finanzieren, als „Agenten“ registrieren lassen. Kritiker verweisen auf die Ähnlichkeiten zum „Agenten-Gesetz“ in Russland.
Die Studentin Pertso organisiert regelmäßig Motorradkonvois und wurde so zum Gesicht der Massenproteste. Ihre Lebensgefährtin Maryam ist direkt von dem Gesetz betroffen, denn sie leitet eine NGO für LGBTQ+-Rechte. Unbekannte haben nachts ihr Wohnhaus beschmiert und es mit Fahndungsplakaten mit ihrem Foto beklebt. Der Text darauf: bezahlte Agentin.
Auch der 30-jährige Nika nimmt an den Demos gegen das „Transparenzgesetz“ teil. Er ist arbeitslos und kann es sich momentan nicht leisten, sein Studium fortzusetzen. Er denkt darüber nach, das Land zu verlassen. Menschenrechte, Pressefreiheit, aber vor allem wirtschaftliche Verbesserungen durch einen EU-Beitritt wären für ihn eine Perspektive, um in seinem Heimatland zu bleiben.
Der ehemalige Polizist Gela sieht hingegen die einzige Chance für Georgien in einer Partnerschaft mit Russland. Er musste mit seiner Familie aus Abchasien fliehen, als Separatisten die Region mit Hilfe der russischen Armee von Georgien abgespalten haben. Obwohl er seine Heimat verloren hat, ist der streng gläubige orthodoxe Christ dennoch der festen Überzeugung, dass nur Gott und Russland dafür sorgen können, dass traditionelle Werte in Georgien erhalten bleiben.
Die Studentin Pertso organisiert regelmäßig Motorradkonvois und wurde so zum Gesicht der Massenproteste. Ihre Lebensgefährtin Maryam ist direkt von dem Gesetz betroffen, denn sie leitet eine NGO für LGBTQ+-Rechte. Unbekannte haben nachts ihr Wohnhaus beschmiert und es mit Fahndungsplakaten mit ihrem Foto beklebt. Der Text darauf: bezahlte Agentin.
Auch der 30-jährige Nika nimmt an den Demos gegen das „Transparenzgesetz“ teil. Er ist arbeitslos und kann es sich momentan nicht leisten, sein Studium fortzusetzen. Er denkt darüber nach, das Land zu verlassen. Menschenrechte, Pressefreiheit, aber vor allem wirtschaftliche Verbesserungen durch einen EU-Beitritt wären für ihn eine Perspektive, um in seinem Heimatland zu bleiben.
Der ehemalige Polizist Gela sieht hingegen die einzige Chance für Georgien in einer Partnerschaft mit Russland. Er musste mit seiner Familie aus Abchasien fliehen, als Separatisten die Region mit Hilfe der russischen Armee von Georgien abgespalten haben. Obwohl er seine Heimat verloren hat, ist der streng gläubige orthodoxe Christ dennoch der festen Überzeugung, dass nur Gott und Russland dafür sorgen können, dass traditionelle Werte in Georgien erhalten bleiben.
Land
Deutschland
Jahr
2024
Herkunft
ZDF
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