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Psycho
Ich, trauernd27 Min.
Verfügbar bis zum 29. Juni 2026 um 05:00
Nur noch 10 Tage online
Trauer hilft dem Verlust einen Sinn zu geben. Der dänische Psychologe Peter Lund erklärt: "Trauer ist unsere Art, auf diese Erfahrung zu antworten und vielleicht auch den Prozess zu kontrollieren, einen Sinn für Verlust und Tod zu erzeugen." Von Trauer Betroffene erzählen.
„Psycho“ erzählt in dieser Folge drei Geschichten über Trauer und deren Bewältigung. Lucile ist Anfang 30 als sie heiratet. Sie erwartet ihr erstes Kind. Drei Monate später ist ihr Mann tot. Ein seltener Krebs reißt ihn aus dem Leben. Lucile erinnert sich an die Zeit zwischen Diagnose und Tod: „Das war traurig, aber es war keine Traurigkeit, die alles überschattet hat. Er wollte jeden verbleibenden Moment genießen. Wir haben nichts Außergewöhnliches gemacht, waren einfach zusammen.“
Als Ramona vom Unfalltod ihres Bruders erfährt, geht sie in sein Zimmer und holt sich ein paar Kleidungsstücke. Bis heute hängen sie in ihrem Schrank. Doch ihr Leben hat die junge Frau inzwischen wieder aufgenommen. „Natürlich fehlt mir mein Bruder. Aber ich bin trotzdem glücklich“. Ihr wurde mit der Zeit klar: Wenn sie sich nicht erlauben würde, glücklich zu sein, dann hat auch ihr Leben keinen Sinn mehr.
Nadjib muss aus Afghanistan fliehen. In Deutschland findet er Freunde und gründete eine Familie. Doch der Verlust der Heimat wiegt schwer. Migrationstrauer nennt das die Forschung. Es ist ein Abschiedsprozess, verbunden mit der Suche nach einer neuen Identität. „Manchmal, wenn ich ein afghanisches Lied höre, kommen Erinnerungen in mir hoch und das Gefühl von Trauer. Dann gehe ich in den Park und spiele Fußball mit meinen Freunden. Das hilft.“
Als Ramona vom Unfalltod ihres Bruders erfährt, geht sie in sein Zimmer und holt sich ein paar Kleidungsstücke. Bis heute hängen sie in ihrem Schrank. Doch ihr Leben hat die junge Frau inzwischen wieder aufgenommen. „Natürlich fehlt mir mein Bruder. Aber ich bin trotzdem glücklich“. Ihr wurde mit der Zeit klar: Wenn sie sich nicht erlauben würde, glücklich zu sein, dann hat auch ihr Leben keinen Sinn mehr.
Nadjib muss aus Afghanistan fliehen. In Deutschland findet er Freunde und gründete eine Familie. Doch der Verlust der Heimat wiegt schwer. Migrationstrauer nennt das die Forschung. Es ist ein Abschiedsprozess, verbunden mit der Suche nach einer neuen Identität. „Manchmal, wenn ich ein afghanisches Lied höre, kommen Erinnerungen in mir hoch und das Gefühl von Trauer. Dann gehe ich in den Park und spiele Fußball mit meinen Freunden. Das hilft.“
Regie
Claudia Euen
Isabel Hahn
Land
Deutschland
Frankreich
Jahr
2022
Herkunft
RBB
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