Kaija Saariaho hat die zeitgenössische Musikszene nachhaltig geprägt; insbesondere ihre Kammermusikwerke und Opern gingen schon jetzt in die Musikgeschichte ein. Ihr letztes Stück HUSH entstand im Bewusstsein ihres nahen Todes und versteht sich als metaphysische Meditation über Leben und Tod, gespickt mit zahlreichen Verweisen auf frühere Werke. Für die französische Erstaufführung des Trompetenkonzerts bemühte das Orchestre de Radio France den Jazz-Trompeter Verneri Pohjola, für den Saariaho das Werk komponierte.
Den Anschluss bildet die Fünfte Sinfonie von Gustav Mahler, beginnend mit den schneidenden Trompetenrufen des Trauermarschs – ein Echo, das nach HUSH umso eindringlicher wirkt. Von dort aus entfaltet sich die ganze emotionale Spannweite des Stücks bis hin zum entrückten Adagietto, einem innigen Liebesgedicht für Streicher und Harfe, das zu den berühmtesten Seiten der Musikgeschichte zählt.
Programm:
Kaija Saariaho – HUSH, Trompetenkonzert (französische Erstaufführung)
Gustav Mahler – Sinfonie Nr. 5
Aufgezeichnet am 13. Februar 2026 in der Philharmonie de Paris, Paris