Dieses vierte und letzte Konzert des russischen Komponisten, das stellenweise jazzartig klingt, war für den jungen Wiener Lukas Sternath keine Liebe auf den ersten Blick. Er musste sich erst eingehend damit beschäftigen, um es zu verstehen. Heute ist es aus seinem Repertoire nicht mehr wegzudenken. Er spielte es im Finale des ARD-Wettbewerbs 2022, wo er für Furore sorgte und den Ersten Preis sowie sieben Sonderpreise gewann, sowie bei seinem Debüt im Wiener Musikverein. Als "Rising Star" des ECHO 2023 tritt Lukas Sternath heute mit den renommiertesten Orchestern auf.
Auch Rachmaninow beeindruckte seinerzeit die Jury. Für seine Abschlussprüfung am Moskauer Konservatorium (1891–1892) entschied sich der damals 19-Jährige, eine Oper zu komponieren! Er vollendete sie in 17 Tagen und erhielt die Bestnote für Aleko, das anschließend auf Empfehlung eines gewissen Tschaikowsky 1893 erfolgreich am Bolschoi-Theater uraufgeführt wurde. Für das Lucerne Festival hat Chailly daraus eine Suite mit vier symphonischen Stücken zusammengestellt, die das außergewöhnliche Talent des jungen Komponisten belegen.
Das Konzert endet mit den fünf Études-Tableaux, die Rachmaninow für Soloklavier komponiert hatte. Der Italiener Ottorino Respighi komponierte eine Orchesterfassung davon.
Aufzeichnung vom 18. August 2026 auf dem Lucerne Festival 2026.