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Sudan: Dem Tod knapp entronnen
ARTE Reportage25 Min.
Verfügbar bis zum 21/09/2029
Sendung vom 06/02/2026
In El Fasher in Dafur töteten die RSF-Milizen in drei Tagen 60.000 Einwohner. Zahlen, die seit dem Völkermord in Ruanda nicht mehr erreicht wurden. Die Überlebenden des größten Massakers der Zeitgeschichte berichten von den Bomben, vom Hunger, vom Todesmarsch ins Flüchtlingslager: Einige wurden vergewaltigt. Andere sind verdurstet.
Das ganze Land ist in der schlimmsten humanitären Krise weltweit. Schlacht um Schlacht, Massaker um Massaker, der Sudan versinkt im Chaos. Kaum jemand berichtet von diesem Bürgerkrieg: 14 Millionen Vertriebene; die Hälfte der Bevölkerung, 21 Millionen, ist unterernährt; Brücken, Straßen, Schulen, Krankenhäuser: Die Infrastruktur ist zerstört. In der von den Kämpfen versehrten Hauptstadt Khartum nimmt das Leben langsam wieder seinen Lauf. Die Armee rekrutiert weiterhin fleißig Menschen für große patriotische Versammlungen. Die Totengräber des Gesundheitsministeriums graben die Leichen aus, die während der Kämpfe eilig in den Gärten verscharrt wurden. Von Darfur zog der Krieg nach Kordofan, einer Region im Zentrum des Landes, die von den RSF-Milizen umzingelt ist. Die Straße in dieses strategisch wichtige Gebiet ist mit verkohlten Autowracks übersät. Am Himmel drohen die von den Vereinigten Arabischen Emiraten an die Milizen gelieferten Drohnen. In einem Dorf nahe der Front berichten sie von einer Drohne, der 56 Frauen bei einer Totenwache zum Opfer fielen. In El Obeid, einer Stadt, die von der regulären Armee geschützt, aber von den RSF umzingelt wird, scheint sich das Szenario von Darfur zu wiederholen. Eine Million Vertriebene flohen in die Stadt, während die Kämpfe immer näher rücken. Vertriebenen, ruiniert durch das Exil, treiben ihre Kinder zur Arbeit. Wer irgendwie kann, flieht mit Bussen oder auf dem Dach von Lastwagen aus der Stadt in die Hauptstadt, mit wenig Hoffnung auf internationale Hilfe: Der Sudan zählt zu den Ländern, die mit am stärksten von Donald Trumps Streichung von US-AID betroffen sind.
Regie
Charles Emptaz
Autor:in
Charles Emptaz
Kamera
Olivier Jobard
Produktion
TV Only
Produzent/-in
Séverin Delpon
Land
Frankreich
Jahr
2026
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