"Sounds Like Art" lädt Musiker:innen ein, inmitten von Kunstwerken in einem europäischen Museum zu spielen. In dieser Folge tritt José González im Moderna Museet auf, Stockholms einflussreichem Museum für zeitgenössische Kunst. Das Museum schreibt seit den 1960er Jahren Kunstgeschichte, was überraschend ist, wenn man bedenkt, dass die Insel, auf der es sich befindet, bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts in erster Linie ein militärischer Außenposten war. José González hat selbst einen überraschenden Hintergrund. Als Sohn zweier politischer Exilanten, die vor dem Militärputsch in Argentinien 1976 geflohen waren, wurde González in Göteborg geboren und absolvierte eine Ausbildung zum Biochemiker, während er in Punkbands spielte. Er bringt diesen Hintergrund in faszinierende Diskussionen über die Werke von Karol Radziszewski und Carsten Höller ein. Einzigartig an dieser Folge von „Sounds Like Art“ ist, dass sie mehrere sehr intime Performances in Installationen präsentiert, nicht nur von Radziszewski und Höller, sondern auch von Maya Deren, Jockum Nordström und Wolfgang Paalen. Wir entdecken die Insel des Museums und die Bucht von Stockholm mit González, der bei Sonnenuntergang vor dem Museum ein Lied in der spanischen Muttersprache seiner Eltern singt. Heute ist González Vater und hat sich mit seinem unerwarteten Ruhm abgefunden. Er spielt alle Hits und Coverversionen, die ihn bekannt gemacht haben, sowie die sehr melodische und politisch engagierte Musik seiner jüngsten Alben. In dieser hoffnungsvollen Folge präsentiert José González seine sanfte Vision für die Zukunft.