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Re: Aufstand gegen die Regierung in Serbien
31 Min.
Verfügbar bis zum 07/04/2030
Sendung vom 09/04/2025
Boris Kojčinović und seine Mitstudierenden leben seit Dezember 2024 in der Philosophischen Fakultät der Universität von Novi Sad. Zehntausende Studierende Serbiens haben mehr als 60 Fakultäten des Landes aus Protest gegen die Regierung besetzt. Nach der Sanierung des Bahnhofs von Stadt Novi Sad war Anfang November 2024 das Vordach eingestürzt, dabei starben 16 Menschen. Seitdem vermehren sich die Proteste gegen die mangelnde Aufklärung der Bahnhofskatastrophe, die zu einem Symbol für die korrupte Klientelwirtschaft und das Versagen des Staates wurde. Gemeinsam mit anderen Studierenden organisiert Boris landesweite Proteste und Blockaden. Sie planen einen Protestmarsch in die zentralserbische Stadt Novi Sad, um am serbischen Nationalfeiertag mit einer Großdemonstration erneut gegen die Regierung zu protestieren.
Auch Zoran Đajić unterstützt die Proteste, die sich inzwischen zu einer breiten Bürgerbewegung gegen die Regierung entwickelt haben. Er war als Ingenieur und Berater am Umbau des Bahnhofs von Novi Sad beteiligt, stieg aber aus Protest gegen die Nichteinhaltung von Vorschriften aus und sprach als einer der ersten öffentlich über mangelnde Bauaufsicht und Korruption beim Bahnhofsumbau.
Goran Ješić, früher ein führender Politiker im Regionalparlament der Vojvodina in Novi Sad, wurde nach der Tragödie, als Zehntausende Menschen friedlich protestierten, zusammen mit vielen anderen verhaftet. Viele Studierende wurden verprügelt. Drei Wochen verbrachten er und viele andere im Gefängnis. Erst nach großem öffentlichem Druck wurden sie freigelassen. Inzwischen versucht er, Oppositionsgruppen im Kampf gegen die Regierung von Aleksandar Vučić zu vereinen.
Land
Deutschland
Jahr
2025
Herkunft
ZDF
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