Georges Bizet: Carmen

Salzburger Festspiele 2026

1 Min.

TV-Ausstrahlung am Samstag, 8. August um 21:45

In der Neuproduktion der Salzburger Festspiele verkörpert Opernstar Asmik Grigorian Carmen als vielschichtige, starke Frau zwischen Freiheitspathos und Verwundbarkeit. Gabriela Carrizo inszeniert mit ihrer Compagnie Peeping Tom und Jonathan Tetelman (Don José) eine radikal zeitgenössische "Carmen" als verstörend aktuelle Geschichte von Femizid.
Souverän, verführerisch und unberechenbar: Asmik Grigorian spielt die Titelrolle in "Carmen" als vielschichtige und starke Frau: Diese Interpretation legt aber auch die Risse unter der ikonischen Oberfläche frei und lässt Carmens Freiheitspathos ebenso hörbar werden wie ihre Verwundbarkeit.
"Carmen" ist eine der populärsten Opern. Komponiert von Georges Bizet und uraufgeführt 1875 in der Opéra-Comique in Paris. Schauplatz der Handlung ist Sevilla. Das Libretto haben Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée verfasst. In über 150 Jahren wurde Carmen zum Symbol radikaler weiblicher Selbstbestimmung.
Dem bürgerlich-patriarchalen Besitzanspruch von Frauen abtrünnig, beansprucht Carmen in der Habanera und Seguidilla das Recht auf freie Partnerwahl. Ihre Unabhängigkeit und sexuelle Autonomie provozieren, und sie wird zu einer Projektionsfigur als Gegenentwurf zu Konvention und Zwang.
Die Inszenierung der Regisseurin und Choreographin Gabriela Carrizo rückt Carmen und Don José, gesungen von Jonathan Tetelman, gleichermaßen ins Zentrum. Mit ihrer Tanztheater-Compagnie Peeping Tom zoomt sie mit der typischen intensiven Körperlichkeit und der präzisen Bildsprache tief in die Psyche und das Unbewusste der Figuren. Sie zeigt familiäre Prägungen, gesellschaftliche Zwänge und die Dynamik eines toxischen Begehrens. So entsteht gemeinsam mit dem Utopia Orchestra unter der Leitung von Teodor Currentzis eine neue "Carmen" zu den Salzburger Festspielen 2026 – eine verstörend aktuelle Geschichte von Femizid.

Mit

  • Asmik Grigorian (Carmen)

  • Jonathan Tetelman (Don José)

  • Kristina Mkhitaryan (Micaëla)

  • Davide Luciano (Escamillo)

  • Iveta Simonyan (Frasquita)

  • Anita Monserrat (Mercédès)

  • Matthias Winckhler (Zuniga)

  • Liviu Holender (Moralès)

  • Michael Arivony (Le Dancaïre)

  • Mingjie Lei (Le Remendado)

Mit

Peeping Tom

Komponist/-in

Georges Bizet

Inszenierung

Gabriela Carrizo

Dirigent/-in

Teodor Currentzis

Orchester

Utopia Orchestra

Chorleitung

  • Regina Sgier

  • Wolfgang Götz

  • Vitaly Polonsky

Chor

  • Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor

  • Bachchor Salzburg

  • Utopia Choir

Choreographie

Gabriela Carrizo

Libretto

  • Ludovic Halévy

  • Henri Meilhac

Kostüme

Christof Hetzer

Licht

Tom Visser

Dramaturgie

Christian Arseni

Regie

Michael Beyer

Land

Österreich

Jahr

2026

Herkunft

BR

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