Der Zusammenbruch der Ölindustrie in Venezuela stürzte viele Menschen in bittere Armut. Innerhalb von 20 Jahren verloren die Region und das Land ein Viertel ihrer Bevölkerung.
Wer geblieben ist, der muss sich durchschlagen: Anibal fischt seit drei Jahren für den Lebensunterhalt seiner Familie. Sein Boot ist ein verschnürter LKW-Schlauch, statt mit Rudern paddelt er mit Plastiktellern. Die Fische aus dem See sind mit Öl verseucht. Der Wissenschaftler Luis warnt die Regierung und die lokale Bevölkerung seit Jahren vor den Gefahren der Ölpest, ohne Erfolg. In der Nähe des Sees kommt es häufig zu Bränden und Explosionen.
Carlos arbeitete früher in der Ölindustrie, er wurde 2002 von Hugo Chávez zusammen mit 20.000 anderen Arbeitern entlassen. Er eröffnete danach einen kleinen Lebensmittelladen in seinem Haus, um die Familie zu ernähren. Mit heute 60 Jahren wird sein Alltag wie der seiner Frau Ailin jeden Tag ein wenig komplizierter. Seine drei Kinder hatten keine andere Wahl, als zu emigrieren...