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Afghanistan: Sie schikanieren Ärztinnen

Arte Reportage

25 Min.

Verfügbar ab dem 10/08/2026

Am 15. August 2021 eroberten die Taliban zum zweiten Mal Kabul und das ganze Land. Seitdem entzogen sie den Frauen alle Rechte, die sie bis dahin hatten: Sie dürfen nicht mehr allein das Haus verlassen, sich nicht frei äußern, lachen, studieren und arbeiten.
In Kabul fährt jeden Morgen ein Bus mit Frauen los. An Bord sind Ärztinnen, Hebammen, Krankenschwestern. Sie bewegen sich als Gruppe, begleitet von einem vom Regime vorgeschriebenen Fahrer. Allein dürfen sie das nicht. Fünf Jahre nach der Rückkehr der Taliban an die Macht sind diese medizinischen Fachkräfte die letzte Verbindung zwischen den afghanischen Frauen und der Außenwelt. Seit 2021 verloren 80 % der berufstätigen Frauen ihren Arbeitsplatz. Der Zugang zu Bildung ist ihnen verwehrt. Im öffentlichen Raum darf ihre Stimme nicht mehr gehört werden. Doch in diesem Land, in dem Kultur und Religion vorschreiben, dass eine Frau nur von einer Frau behandelt werden darf, stehen die Taliban vor einem Problem: Sie brauchen diese Frauen. Also dürfen sie unter strengen Auflagen und ständiger Überwachung weiterarbeiten – bis zum nächsten Erlass. Mélanie Nunes traf die letzten Pflegekräfte, die in Kabul noch ihren Beruf ausüben dürfen. Sie erzählen von Selbstmorden, von der Müttersterblichkeit, von der Verheiratung von Minderjährigen unter Zwang und von Depressionen. Sie versuchen zu helfen, obwohl es keine Hoffnung mehr gibt…

Autor:in

Mélanie Nunes

Fixer

Matiullah Rahmaty

Kamera

Kristell Bernaud

Schnitt

Gaël Mocaer

Produktion

Découpages

Regie

Mélanie Nunes

Land

Frankreich

Jahr

2026

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