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EPA Dunk - Schwedens lauteste Jugendkultur

16 Min.

Verfügbar ab dem 16/07/2026

30 km/h Höchstgeschwindigkeit, riesige Subwoofer und vor allem eines: möglichst viel Bass. EPA-Dunk ist der Soundtrack einer schwedischen Jugendkultur, die nicht in den Großstädten, sondern auf dem Land entstanden ist. Rund um die sogenannten EPA-Traktoren - zu Traktoren umgebaute Autos, die Jugendliche bereits ab 15 Jahren fahren dürfen - hat sich eine eigene Szene entwickelt. Ihre Musik erobert inzwischen die landesweiten Popcharts. TRACKS ist in Schweden unterwegs und geht der Frage nach, wie aus einer ländlichen Subkultur ein nationales Phänomen werden konnte.

30 km/h Höchstgeschwindigkeit, gewaltige Subwoofer und scheppernde Beats mit oft expliziten Texten: EPA-Dunk ist der Soundtrack einer schwedischen Jugendkultur, die in den vergangenen Jahren die Charts erobert hat. Entstanden ist das Genre auf den Parkplätzen kleiner Orte, wo sich Jugendliche mit ihren sogenannten EPA-Traktoren treffen.

Die auf 30 km/h gedrosselten Fahrzeuge dürfen bereits ab 15 Jahren gefahren werden und sind für viele junge Menschen auf dem Land weit mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Sie dienen als Treffpunkt, Statussymbol und mobile Musikanlage zugleich. Inzwischen hat die Musik der Szene längst den Sprung in den Mainstream geschafft: Mit Felicia Eriksson schickte Schweden 2026 sogar eine Künstlerin zum Eurovision Song Contest, deren Song deutliche Einflüsse aus dem EPA-Dunk-Kosmos aufgreift. EPA-Dunk ist damit längst mehr als ein Nischengenre - er ist Ausdruck eines Lebensgefühls.

Was EPA-Dunk ausmacht und warum er weit über die Musik hinausreicht, erklärt Erik Meduza, Sohn der schwedischen Könsrock- und Raggare-Legende Eddie Meduza. Der Fotograf Benjamin Nørskov porträtiert EPA-Jugendliche mit ihren Fahrzeugen und dokumentiert eine Kultur, die für viele Identität, Gemeinschaft und Freiheit verkörpert. Um ihre Wurzeln zu verstehen, blickt TRACKS auch auf die „Raggare“. Die traditionsreiche Auto-Subkultur begeistert sich seit Jahrzehnten für amerikanische Straßenkreuzer, laute Musik und gesellige Zusammenkünfte. Teil dieser Szene ist „Kamouflage Elin“, die Einblicke in ein Milieu gibt, dessen Einfluss bis heute spürbar ist. Nicht umsonst gelten viele EPA-Fahrende als die „Baby-Raggare“ einer neuen Generation.

Eine Reise durch Schwedens lauteste Jugendkultur - und zu den Ursprüngen eines Genres, das den Weg vom Dorfparkplatz bis an die Spitze der Popcharts gefunden hat.

Regie

n.n.

Land

Deutschland

Jahr

2026

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