Tracks
Schräge Sounds - Mikrotonale Musik erobert die Welt19 Min.
Verfügbar ab dem 02/07/2026
Der aktuelle Hype um mikrotonale Musik zeigt deutlich, dass viele Menschen das westliche Zwölftonsystem nicht mehr als alleinigen Bezugspunkt sehen, sondern gezielt nach alternativen Klängen und Rhythmen suchen. In vielen nicht-westlichen Kulturen sind diese Ausdrucksformen seit Langem tief verwurzelt – hier treffen postkoloniale Perspektiven auf das Bedürfnis, sich in Zeiten KI-generierter Musik bewusst abzugrenzen.
Mikrotonale Musik erlebt 2026 einen überraschenden Boom. Ausgelöst durch virale Videos – etwa die Performance der kanadischen Band Angine de Poitrine – entdecken Millionen Menschen Klänge, die für westlich geprägte Ohren zunächst ungewohnt oder sogar „falsch“ wirken. Statt des vertrauten Zwölftonsystems nutzt Mikrotonalität Halb-, Viertel- und weitere Zwischentöne und eröffnet damit völlig neue Klangräume. Was derzeit als Internetphänomen gefeiert wird, markiert zugleich einen Wendepunkt in der westlichen Musikwahrnehmung: Alternative Vorstellungen von Harmonie und Tonalität rücken zunehmend in den Mainstream.
Dabei ist diese Musikform keineswegs neu. Traditionen wie der arabische Maqam oder indische Ragas arbeiten seit Jahrhunderten mit mikrotonalen Skalen. Die aktuelle Begeisterung wirft daher auch Fragen nach eurozentrischen Perspektiven und kultureller Aneignung auf.
ARTE Tracks begleitet diese Entwicklung auf der ersten internationalen Mikrotonalitäts-Convention in München und spricht mit der Musikerin Maddie Ashman, und dem Künstler Tolgahan Çoğulu sowie den Kuratoren Bastian Zimmermann und Genoel von Lilienstern. Im Mittelpunkt stehen nicht nur neu gedachte Tonsysteme und eigens entwickelte Instrumente, sondern auch die Sehnsucht nach dem Unperfekten in einer Zeit, in der KI-generierte Musik den Mainstream zunehmend prägt. Gerade weil künstliche Intelligenz vor allem Bekanntes reproduziert, wächst das Interesse an experimenteller, menschlicher Kreativität. Mikrotonale Musik steht damit für den Wunsch, Konventionen aufzubrechen, kulturelle Grenzen neu zu verhandeln und dem Überraschenden wieder Raum zu geben.
Dabei ist diese Musikform keineswegs neu. Traditionen wie der arabische Maqam oder indische Ragas arbeiten seit Jahrhunderten mit mikrotonalen Skalen. Die aktuelle Begeisterung wirft daher auch Fragen nach eurozentrischen Perspektiven und kultureller Aneignung auf.
ARTE Tracks begleitet diese Entwicklung auf der ersten internationalen Mikrotonalitäts-Convention in München und spricht mit der Musikerin Maddie Ashman, und dem Künstler Tolgahan Çoğulu sowie den Kuratoren Bastian Zimmermann und Genoel von Lilienstern. Im Mittelpunkt stehen nicht nur neu gedachte Tonsysteme und eigens entwickelte Instrumente, sondern auch die Sehnsucht nach dem Unperfekten in einer Zeit, in der KI-generierte Musik den Mainstream zunehmend prägt. Gerade weil künstliche Intelligenz vor allem Bekanntes reproduziert, wächst das Interesse an experimenteller, menschlicher Kreativität. Mikrotonale Musik steht damit für den Wunsch, Konventionen aufzubrechen, kulturelle Grenzen neu zu verhandeln und dem Überraschenden wieder Raum zu geben.
Regie
n.n.
Produktion
Signed Media
Land
Deutschland
Jahr
2026
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