Nicht Bündnisse, sondern Deals. Nicht internationales Recht, sondern Macht und wirtschaftliche Interessen. Während die Ukraine um ihre Autonomie kämpft, gewinnt ein neuer Politikstil an Einfluss. Experten nennen ihn "Mobster-Diplomatie": Wer stärker ist, diktiert die Bedingungen. Der Film zeigt die Akteure und Allianzen hinter dem Konflikt und analysiert kompakt die lange Vorgeschichte dieses Krieges.
Denn seit Jahrhunderten ringen die Menschen in der Ukraine um Selbstbestimmung. Immer wieder interessieren sich Großmächte für das ressourcenreiche Land. Putin beansprucht die Ukraine als integralen Teil Russlands. Menschen wie der ukrainische Journalist Stanislav Aseyev machen deutlich, was die Folge ist: Aus Donezk berichtet er heimlich über die Besatzung, bis er verhaftet wird. Sein Schicksal steht für den Preis, den Menschen zahlen, wenn eine Großmacht über die Zukunft eines Landes bestimmen will.
Mit Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus wird diese Logik von Deals und Einflusszonen auch in der Ukraine-Diplomatie sichtbar. Direkte Gespräche mit Wladimir Putin rücken in den Mittelpunkt, während die Ukraine und Europa Gefahr laufen, an den Rand gedrängt zu werden. Rohstoffe, Sanktionen und geopolitische Interessen werden zu Verhandlungspunkten zwischen Großmächten. Frieden erscheint weniger als Ergebnis einer regelbasierten Ordnung, sondern als Deal zwischen den Stärksten.
Der Ukraine-Krieg steht damit für eine Welt, in der Machtpolitik zurückkehrt, wirtschaftliche Interessen die Diplomatie zunehmend prägen – und kleinere Staaten drohen, zum Spielball der Großmächte zu werden.