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Leben mit Hightech-Prothesen

Hoffnung für Körper und Seele?

53 Min.

Verfügbar ab dem 29/10/2026

TV-Ausstrahlung am Donnerstag, 5. November um 22:05

Vier Menschen, vier Schicksalsschläge. Der Verlust von Gliedmaßen oder Körperteilen hat nicht nur ihre körperliche Beweglichkeit eingeschränkt, sondern auch ihr Selbstwertgefühl auf eine harte Probe gestellt. Können Hightech-Prothesen da helfen? Die Dokumentation begleitet die Betroffenen und zeigt, wie moderne Technik ihr Leben und ihre Psyche verändert.
"Wenn ich im Rollstuhl sitze, fühle ich mich oft entmündigt", sagt Georg, der nach einer Sepsis vierfach amputiert ist. Sein Ziel ist es, wieder selbstständiger zu werden und dadurch auch wieder anders wahrgenommen zu werden. Dabei helfen könnten ihm Hightech-Prothesen für Arme und Beine. Diese Erfahrung hat zumindest Psychologe Bertolt Meyer gemacht: Er kam ohne linken Unterarm zur Welt und trägt eine Prothese, die sich über Nerven- und Muskelsignale bewegen lässt. "Es ist beeindruckend, wie sehr diese Prothese die Reaktion meines Umfelds und darüber auch mein Selbstwertgefühl verändert hat. Ich habe mich gefragt: Geht das nur mir so? Oder ist diese Reaktion auf Hightech-Prothesen ein generelles Phänomen?"
Rund zwei Millionen Menschen in Europa fehlt aufgrund einer Krankheit, eines Unfalls oder von Geburt an eine Gliedmaße. Das schränkt sie massiv ein und kann psychologisch stark belasten. Sie fallen auf, fühlen sich oft nicht "normal". Psychologische Grundbedürfnisse wie Autonomie, sozialer Anschluss und Kompetenz können dadurch auf der Strecke bleiben. Dank innovativer Technik sind viele Körperteile inzwischen ersetzbar – doch wie sehr können Hightech-Prothesen Menschen tatsächlich körperlich und seelisch helfen?
Der Film begleitet vier Menschen, die mit ganz unterschiedlichen Verlusten umgehen müssen: Guus van Eck erlitt als Kind Verbrennungen an 50 Prozent seiner Haut. Jean Marc Castelnaud verlor durch Krebs seine Nase. Sonja Luz lebt ohne rechten Arm. Georg Winterling mussten wegen einer Sepsis beide Arme und Beine amputiert werden. Psychologe und Prothesenträger Bertolt Meyer erforscht die Selbst- und Fremdwahrnehmung von Menschen mit und ohne Prothesen und ordnet ihre Erfahrungen wissenschaftlich ein.

Regie

Insa Onken

Land

Deutschland

Jahr

2026

Herkunft

SWR

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