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Können Staaten endlos Schulden machen?

42 - Die Antwort auf fast alles

27 Min.

Verfügbar ab dem 05/06/2026

TV-Ausstrahlung am Sonntag, 5. Juli um 08:10

Staaten zahlen ihre Schulden selten vollständig zurück – und gehen trotzdem nicht bankrott. Wie das funktioniert, hängt nicht nur von Zahlen ab, sondern auch von Wachstum, Zinsen, Politik und vor allem Vertrauen. "42 – die Antwort auf fast alles" erklärt, wann Schulden nützlich sind und wann sie zur Gefahr werden.
Staatsschulden wirken auf den ersten Blick wie ein Widerspruch: Während Privatpersonen ihre Kredite irgendwann tilgen müssen, "rollen" Staaten ihre Schulden oft einfach weiter. Sie zahlen fällige Anleihen zurück, indem sie neue ausgeben.
Das funktioniert aber nur, solange Investoren Vertrauen haben, die Wirtschaft wächst und die Zinslast tragbar bleibt. Entscheidend ist dabei nicht nur die Höhe der Schulden, sondern auch, wofür sie verwendet werden. Kredite für Bildung, Infrastruktur oder die Energiewende können künftiges Wachstum ermöglichen. Schulden, die ausschließlich den laufenden Konsum finanzieren, sind deutlich riskanter.
Diese "42"-Folge schaut auf historische Krisen und aktuelle Beispiele: In Griechenland löste ein Vertrauensverlust eine Abwärtsspirale aus, während Japan trotz extrem hoher Verschuldung stabil bleibt, da die Schulden überwiegend im Inland gehalten werden. Die USA profitieren von der Sonderrolle des Dollars als globale Leitwährung – Zentralbanken, Ratingagenturen und politische Konflikte sind dabei ebenfalls von Bedeutung.
Denn es gibt keine magische Grenze, ab der Schulden automatisch zu viel werden. Kritisch wird es, wenn Zinsen dauerhaft schneller steigen als die Wirtschaftsleistung oder wenn Regierungen ihren Spielraum für Krisen bereits in guten Zeiten verbrauchen. Schulden sind kein Goldesel, sondern ein riskantes Werkzeug, das verantwortungsvoll eingesetzt werden muss.

Regie

Adrian Pohr

Land

Deutschland

Jahr

2026

Herkunft

NDR

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