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Ist Einsamkeit ansteckend?

42 - Die Antwort auf fast alles

23 Min.

Verfügbar ab dem 30/07/2026

TV-Ausstrahlung am Samstag, 29. August um 08:10

Sendung vom 29/08/2026

Acht Milliarden Menschen auf der Welt – und doch fühlen sich viele einsam. Oft ist sogar von einer Epidemie die Rede. Aber kann Einsamkeit sich tatsächlich ausbreiten? Ist sie am Ende sogar ansteckend? Was geschieht, wenn ein zutiefst menschliches Warnsignal kippt – und zur zerstörerischen Spirale wird, die krank macht und Menschen voneinander trennt?
Einsamkeit gehört zum Menschsein dazu. Zumindest phasenweise. Sie ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein uraltes Warnsystem, wie die Neurowissenschaftlerin Livia Tomova von der Cardiff Universität feststellt: Ein Gefühl, das uns signalisiert, dass uns Nähe, Zugehörigkeit und soziale Bindung fehlen. Etwas, das wir zum Überleben brauchen, wie auch die Psychologin Maike Luhmann an der Ruhr-Universität Bochum bestätigt.  

Doch in der modernen Welt hat dieses Signal eine neue Dringlichkeit bekommen. Trotz digitaler Vernetzung und voller Städte erleben viele Menschen einen Mangel an echter Verbindung. Entscheidend ist nicht die Zahl der Kontakte, sondern ob wir uns, wie es die Soziologin Cécile Van de Velde von der Universität Montréal formuliert, "gesehen, gekannt, erkannt" fühlen.  

In Umbruchphasen kann Einsamkeit besonders stark wirken, den Blick auf andere verändern, den Rückzug verstärken und so einen Teufelskreis auslösen, der Körper, Psyche und gesellschaftlichen Zusammenhalt belastet. Aber ist Einsamkeit deshalb ein gesellschaftliches Problem? Ab wann wird sie uns gefährlich? Dann, wenn wir sie nicht mehr loswerden können? Was hilft gegen Einsamkeit?  

Und: Ist sie wirklich ein soziales Virus, das es zu bekämpfen gilt?

Regie

Fabian Herriger

Land

Deutschland

Jahr

2026

Herkunft

NDR

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