Egal ob Super Mario, Assassin’s Creed oder Angry Birds – kaum ein Videospiel kommt heute ohne Musik aus. Dabei geht es längst nicht mehr nur um eine musikalische Untermalung des Spielgeschehens. Heute ist Videospielmusik oft interaktiv und kann zahlreiche Funktionen erfüllen: Sie schafft verschiedene Atmosphären, erzeugt oder verstärkt Emotionen und zieht die Spieler somit tiefer ins Spiel hinein oder vermittelt Information. Die technischen Einschränkungen der 8-Bit-Ära hat die Videospielmusik hinter sich gelassen und umfasst heute eine vielfältige Bandbreite von Genres: Von filmischer Orchestermusik über Rock und Elektro ist alles möglich, solange es zum Spiel passt.
Parallel dazu haben Videospiel-Soundtracks sich zu einem festen Bestandteil der Gaming-Fan-Kultur entwickelt. Auf Social Media finden sich zahllose Videos von Fans, die die Musik ihrer Lieblingsspiele auf dem Klavier oder der Gitarre nachspielen, teilweise mit aufwändigen eigenen Arrangements der Stücke. Sinfonie-Orchester füllen riesige Konzertsäle mit den bekanntesten Melodien aus dem Kosmos der Videospiele und bauen über die Musik eine Brücke zwischen den Generationen.
Tracks taucht ein in die Welt der Games und fragt die Komponistinnen Eímear Noone aus Irland und Marie Havemann aus Berlin, worauf es ankommt, wenn sie Musik für Videospiele schreiben. Der französische Buchautor und Videospielexperte Damien Mecheri und der Berliner Spielentwickler Robin Henkys erklären, wie Musik Videospiele prägt.