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Sulawesi - Am Anfang war die Höhlenmalerei
56 Min.
Verfügbar bis zum 21/07/2026
TV-Ausstrahlung am Samstag, 18. April um 21:43
Lange ging die Wissenschaft davon aus, dass die ersten Kunstwerke der Menschheitsgeschichte vor etwa 40.000 Jahren in Europa entstanden. Neuerdings stellen jedoch auf der indonesischen Insel Sulawesi entdeckte Höhlenmalereien diese Annahme infrage. Dank einer neuen Datierungsmethode zeigte sich: Eines der Felsbilder ist mindestens 67.800 Jahre alt.
Seit einiger Zeit gilt als gesichert, dass sich die Spezies Homo sapiens vor über 300.000 Jahren in Afrika entwickelte. Doch wann genau sind die Fähigkeiten zum Geschichtenerzählen und der Herstellung von Kunstwerken entstanden? Seit den Entdeckungen der Höhlenmalereien in Lascaux (rund 18.000 Jahre alt) und Chauvet (etwa 36.000 Jahre alt) schien klar, dass der entscheidende kulturelle Entwicklungssprung vor ungefähr 40.000 Jahren in Europa stattgefunden haben muss. 2014 wurde diese Annahme jedoch durch einen wichtigen wissenschaftlichen Fortschritt infrage gestellt: Dank einer neuen Datierungsmethode konnte nachgewiesen werden, dass Felsmalereien auf der indonesischen Insel Sulawesi, die bislang nur auf einige Tausend Jahre geschätzt worden waren, mindestens 40.000 Jahre alt sind. Seither wurden auf Sulawesi Hunderte weiterer Höhlen mit Malereien entdeckt, deren Mindestalter inzwischen auf 51.200 Jahre zurückdatiert wurde. Diese Enthüllungen schafften es auf die Titelseiten renommierter Wissenschaftsjournale und sorgten für ein neues Verständnis der evolutionären Entwicklung des Homo sapiens.
In der Januarausgabe 2026 der Fachzeitschrift „Nature“ stellt ein neuer Artikel die bislang älteste bekannte Malerei der Welt vor – sie soll mindestens 67.800 Jahre alt sein. Eine Entdeckung von geradezu revolutionärer Tragweite, denn sie legt nahe, dass sich künstlerische Betätigungen von Homo sapiens mindestens 15.000 Jahre früher entwickelten als bislang angenommen – und zwar wahrscheinlich in Afrika, bevor die menschlichen Urahnen von dort aus in andere Teile der Welt aufbrachen.
Regie
Pascal Goblot
Denis Van Waerebeke
Land
Frankreich
Jahr
2025
Herkunft
ARTE F
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