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"Onkel Toms Hütte" - Vom Helden zum Verräter
54 Min.
Verfügbar bis zum 10/05/2026
"Onkel Toms Hütte" zählt zu den meistverkauften Büchern des 19. Jahrhunderts. Der Roman von 1852 ist ein Meilenstein im Kampf gegen die Sklaverei. Doch rassistische Vorurteile, die durch das Buch und seine Adaptionen thematisiert werden, führten dazu, dass der Begriff "Onkel Tom" seit der Malcom-X-Bewegung zu einer der schlimmsten Beleidigungen unter Afroamerikanern wurde.
„Sie sind also die kleine Frau, die das Buch geschrieben hat, das diesen großen Krieg ausgelöst hat“, soll der damalige US-Präsident Abraham Lincoln gesagt haben, als er Harriet Beecher Stowe, die Autorin von „Onkel Toms Hütte“, während des Sezessionskriegs empfing.
Der 1852 veröffentlichte Roman war ein Meilenstein im Kampf für die Abschaffung der Sklaverei. Auch in anderen Ländern rief das Werk großes Interesse hervor und wurde zu einem der meistverkauften Bücher des 19. Jahrhunderts.
Doch die durch das Werk und seine zahlreichen Adaptionen für Theater und Film vermittelten rassistischen Vorurteile haben dazu beigetragen, dass der Begriff „Onkel Tom“ unter Afroamerikanern seit der Malcom-X-Bewegung als eine besonders abwertende Bezeichnung gilt.
„Onkel Toms Hütte“ ist somit ein bemerkenswerter Fall für literarische Ambivalenz: Der weltweite Bestseller förderte mehr als jedes andere Buch die Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei und bediente gleichzeitig fragwürdige rassistische Stereotype. Stil und Rezeption des Buchs verweisen auf die Geschichte der Sklaverei, die Kluft zwischen schwarzen und weißen Amerikanern und die Debatten innerhalb der afroamerikanischen Gemeinschaft. Zugleich beleuchtet die Dokumentation auch das Thema der Aneignung in der Kunst und wirft die grundlegende Frage auf, inwieweit Literatur der Realität der Sklaverei überhaupt gerecht werden kann.
Regie
Priscilla Pizzato
Land
Frankreich
Jahr
2024
Herkunft
ARTE F
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