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Arthur Rimbaud - Sechs Monate in der Hölle
52 Min.
Verfügbar bis zum 19. Mai 2026 um 05:00
Nur noch 2 Tage online
Doch schon bald entpuppt sich Rimbaud als gemein, unausstehlich und undankbar. Gemeinsam mit Paul Verlaine, seinem ʺGefährten in der Hölleʺ, streift er durch zwielichtige Kneipen in den dunkelsten Ecken der Stadt. Sie machen verbotene Erfahrungen, entdecken Sex und Drogen und verlieren sich in durchzechten Nächten. Die Pariser Kommune ist Geschichte, doch der Rauch der Barrikaden hängt noch über der Stadt. Die sogenannte Ordre moral (moralische Ordnung), eine Koalition der politischen Rechten, hat gesiegt und Rimbaud brennt darauf, gegen ihre Autorität zu revoltieren. Wütend und voller Zorn sucht er den Tabubruch, den Rausch und den großen Umbruch.
Der ʺSäugling der Musenʺ weiß trotz seines jungen Alters genau, was er tut: ʺDurch eine lange, gewaltige und wohlüberlegte Entfesselung aller Sinneʺ will er ʺsehend werdenʺ. In wenigen Versen gibt der Jugendliche den Parnassiens den Rest, sprengt ihre Poesie und entweiht das alte Alexandriner-Versmaß. Rimbauds poetische Revolution ist in vollem Gange.
Die Dokumentation erzählt eine entscheidende und rätselhafte Episode aus dem Leben von Rimbaud. Ausgangspunkt ist das berühmte Gemälde ʺCoin de tableʺ (wörtlich: Tischecke oder Tischgesellschaft) von Henri Fantin-Latour, auf dem Verlaine und Rimbaud zusammen mit anderen Schriftstellern zu sehen sind.
Die Dokumentation illustriert die poetische und sinnliche Spurensuche durch speziell ausgewähltes Bildmaterial: anachronistische Archivbilder – wie ein Widerhall der außergewöhnlichen Modernität Arthur Rimbauds – sowie eine Vielzahl von Fotos aus dem Paris jener Zeit, von den Ruinen der Kommune bis hin zu Porträts der Aufständischen.
Regie
Flore-Anne D'Arcimoles
Grégoire Kauffmann
Land
Frankreich
Jahr
2025
Herkunft
ARTE F
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