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Akropolis - Beraubtes SymbolDie Berliner Quadriga
Eine deutsch-französische Affäre2 Min.
Verfügbar ab dem 29/06/2026
TV-Ausstrahlung am Mittwoch, 1. Juli um 02:20
Das Vierergespann mit der Friedensgöttin auf dem Brandenburger Tor in Berlin, die sogenannte Quadriga, ist Wahrzeichen der Hauptstadt und inoffizielles Nationalsymbol. Von Napoleon nach Paris mitgenommen, wäre sie beinahe für immer dortgeblieben. Die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy macht sich in Archiven auf die Suche nach Hinweisen auf das Schicksal des Standbildes.
Johann Gottfried Schadow fertigte die Quadriga auf dem Brandenburger Tor 1793 im Auftrag des preußischen Königs. Kaum aufgestellt, war das Vierergespann mit der Friedensgöttin auch schon wieder weg: Napoleon hatte Gefallen an ihr gefunden. Nach seinem Sieg über die Preußen 1806 ließ er das Vierergespann abmontieren, einpacken und nach Paris mitnehmen. Für die Berliner war der Anblick des leeren Brandenburger Tores eine tägliche Demütigung. Umso größer der Triumph, als das Gespann nach der Niederlage Napoleons 1814 wieder nach Berlin zurückkehrte. Und damit hatte sich auch seine Bedeutung verändert: das Friedenssymbol Schadows war jetzt ein Zeichen des Sieges über die Franzosen.
Mit der Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy folgt die Dokumentation den Ereignissen, die zu diesem Bedeutungswandel geführt haben. In Pariser Archiven findet Savoy Dokumente, die zeigen, welche Pläne die Franzosen mit der Quadriga hatten.
Zurück in Berlin krönt das Gespann mit dem Brandenburger Tor einen Hotspot deutscher Geschichte: als Kulisse für kaiserliche Paraden und Nazi-Aufmärsche, als Zankapfel zwischen Ost- und West-Berlin, als Symbol im Kalten Krieg und im Wiedervereinigungstaumel.
Im Zweiten Weltkrieg war die Quadriga allerdings größtenteils zerstört worden. Nur dank einer Gipskopie, die 1942 gemacht wurde, konnte 1958 eine "neue" Quadriga hergestellt werden. Die Dokumentation begleitet die Mitarbeiter der Gipsformerei bei der Restaurierung des Gespanns in den Räumen des Deutschen Bundestags.
Mit der Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy folgt die Dokumentation den Ereignissen, die zu diesem Bedeutungswandel geführt haben. In Pariser Archiven findet Savoy Dokumente, die zeigen, welche Pläne die Franzosen mit der Quadriga hatten.
Zurück in Berlin krönt das Gespann mit dem Brandenburger Tor einen Hotspot deutscher Geschichte: als Kulisse für kaiserliche Paraden und Nazi-Aufmärsche, als Zankapfel zwischen Ost- und West-Berlin, als Symbol im Kalten Krieg und im Wiedervereinigungstaumel.
Im Zweiten Weltkrieg war die Quadriga allerdings größtenteils zerstört worden. Nur dank einer Gipskopie, die 1942 gemacht wurde, konnte 1958 eine "neue" Quadriga hergestellt werden. Die Dokumentation begleitet die Mitarbeiter der Gipsformerei bei der Restaurierung des Gespanns in den Räumen des Deutschen Bundestags.
Regie
Grit Lederer
Land
Deutschland
Jahr
2022
Herkunft
ZDF
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