Das Ergebnis: 30 Prozent der Luftangriffe galten zivilen Zielen und gehorchten der klaren Absicht der Koalition, grundlegende, für die 28 Millionen Jemeniten lebenswichtige Infrastrukturen zu zerstören.
Farmen, Märkte, Fischerboote, Trinkwasserzisternen: 1.140 Angriffe zielten auf die Landwirtschaft, auf die Nahrungs- und Trinkwasserversorgung der Bevölkerung. Damit ist der Ernährungssektor das dritthäufigste Angriffsziel der Koalition, nach den militärischen Einrichtungen (4.250 Angriffe) und den Wohngebieten (1.883 Angriffe). Die Bombardierungen haben wesentlich zur humanitären Krise im Jemen beigetragen, der derzeit schlimmsten auf der Welt. Laut den Vereinten Nationen benötigen nicht weniger als 80 Prozent der Bevölkerung dringendst Nahrungshilfe.
Die Recherchen von Disclose zeigen, dass hinter dieser Krise eine bewusste Hunger-Strategie steht. Saudi-Arabien und die Emirate machen im Jemen den Hunger zur Waffe, auch mit Flugzeugen, Raketenlenksystemen und Kriegsschiffen „made in France“.