ARTE Reportage
Japan / Bhutan53 Min.
Verfügbar bis zum 31/05/2026
Sendung vom 02/05/2026
(1) Japan: Ein Tsunami-Alarm reichte, um das Trauma des 11. März 2011 wieder aufleben zu lassen, die Angst vor einem neuen GAU im Kraftwerk Fukushima Daichi. (2) Bhutan: Das Land gehört mit Panama und Surinam zu den drei einzigen Staaten der Welt mit einer negativen CO2-Bilanz. Doch nun drohen dort die Gletscherseen überzulaufen, als Folge des Klimawandels.
(1) Japan: Giftwasser aus Fukushima
In Fukushima lagern Hunderte Tonnen radioaktiver Trümmer. Unter welchen Bedingungen ist es möglich in dieser Region zu leben?
Die Straße 114 war wegen der Verstrahlung lange Zeit gesperrt. An ihr liegen verlassene Dörfer, tausende Säcke mit kontaminierter Erde lagern dort, sie führt vorbei an Wäldern, deren Böden noch für Jahrhunderte Radionuklide wie Cäsium 137 enthalten werden. Seit dem GAU kämpfen dort Menschen gegen die Desinformation durch die Regierung.
Die Reise endet am Pazifischen Ozean in der Nähe des Kraftwerks Fukushima Daichi. Dort werden die alten Tanks mit dem radioaktiv verstrahlten Kühlwasser der Reaktoren in den Ozean geleert, gegen den Widerstand von Fischern und Nachbarländern.
(2) Bhutan: Gefahr im grünen Königreich
In Bhutan wird der Strom zu 100 Prozent aus Wasserkraft gewonnen, mithilfe von fünf Staudämmen, die das Wasser aus den Gletschern des Himalajas aufhalten. Das Land leidet allerdings unter den Folgen des Klimawandels. Unterhalb der bis zu 7.500 Meter hohen Gipfel liegen 700 Gletscher und fast ebenso viele Gletscherseen. Die füllen sich immer mehr durch den Klimawandel, so sehr, dass Wissenschaftler vor "Berg-Tsunamis" warnen. Die Reportage begleitetet bhutanische Wissenschaftler mit einer Ausnahmegenehmigung zu einem dieser Seen. In einer Höhe von fast 5.000 Metern wird die Gefahr sichtbar: Würde der See überlaufen, dann flössen Millionen Kubikmeter Wasser in das darunter liegende Tal, tausende Menschen könnten ertrinken. Bhutan sucht nach Lösungen, um diese Gefahr abzuwenden.
Land
Frankreich
Deutschland
Jahr
2026
Herkunft
ARTE
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