Ich werde dich töten
- Nächstes Video
Hessen: Fußfessel gegen häusliche Gewalt
Lettland verlässt europäisches Frauenschutz-Abkommen
Rumänien: Gesetz gegen Feminizid?
Mit offenen Augen
Gisèle Pelicot, eine unauslöschliche Ikone
Argentinien: Aufschrei gegen Frauenmorde
- Nur noch 2 Tage online
Sexualkunde: Ende des Patriarchats?
Leider ist dieses Programm aus rechtlichen Gründen nicht in dem Land, in dem Sie sich befinden, verfügbar.
Ich werde dich töten
53 Min.
Verfügbar bis zum 21/06/2026
Häusliche Gewalt geht häufig mit psychischer und emotionaler Gewalt einher. Die Dokumentation beleuchtet diese Mechanismen anhand der Zwangskontrolle (Coercive Control). Als Zwangskontrolle werden die vielen Formen des alltäglichen Macht- und Kontrollmissbrauchs bezeichnet, mit denen Täter ihre Opfer unterwerfen. Sie reichen von Telefonmobbing bis hin zu Morddrohungen.
Exzessive Eifersucht, Isolation, Demütigung, Beleidigungen, GPS-Tracking, Cybermobbing, wirtschaftliche Diskriminierung sowie Drohungen mit Selbstmord oder Mord – all das sind Formen der Zwangskontrolle und zentrale Mechanismen häuslicher Gewalt. Kennt man dieses Verhaltensmuster, verschiebt sich die Perspektive: Statt zu fragen "Warum verlässt sie ihn nicht einfach?" lautet die entscheidende Frage: "Was tut er, damit sie ihn nicht verlassen kann?".
Genau hier knüpft die Dokumentation an. Sie zeigt, wie gewalttätige Partner ihr Vorgehen beschreiben und begründen und wie Gesetz und Justiz solche Verhaltensweisen bewerten. Zu Wort kommen dabei unter anderem spezialisierte Richterinnen wie Gwenola Joly-Coz, die erste Präsidentin des Berufungsgerichts von Poitiers, und Ombeline Mahuzier, Präsidentin des Strafgerichts von Colmar.
2023 wurde in einer französischen Gerichtsverhandlung erstmals das Konzept der Zwangskontrolle als Mechanismus häuslicher Gewalt rechtlich anerkannt. Ausgehend davon beleuchtet die Dokumentation die Abläufe und Eskalationsstufen dieses komplexen Misshandlungssystems, das darauf abzielt, Frauen durch extreme psychische Gewalt abhängig zu machen und ihres Grundrechts auf Bewegungsfreiheit zu berauben. Im schlimmsten Fall mündet der häusliche Terror in einem Feminizid.
An französischen Gerichten, beispielsweise in Poitiers, Colmar und Paris, gibt es seit Kurzem Referate für häusliche Gewalt. Dank einer Sondergenehmigung konnten Anhörungen gefilmt werden, in denen sich die Täter äußern. Ihre Aussagen werden den Standpunkten von Gesetz und Justiz, vertreten durch Richterinnen und Richter, gegenübergestellt.
Regie
Karine Dusfour
Land
Frankreich
Jahr
2025
Herkunft
ARTE F
Auch interessant für Sie
Psycho
Ich und Mobbing
Idee 3D
Ein Rückschlag nach #MeToo?
Mali: Die Hoffnung liegt in ihren Händen
Arte Reportage
Re: In der Falle der Loverboys
Twist
Female Rage: Wut als Waffe?
Karambolage
Die Currywurst / Vichy
Karambolage
Das Schamhaar / Die Kleintransporter / Die Sendung
Karambolage
Familiennamen / Nippon-Schokolade / Plattenbau
Karambolage
Geburt "auf deutsche Art" / Kichererbsen / SNCF-Jingle
Die meistgesehenen Videos von ARTE
Bis zum Ellenbogen
Die Farben der Antike
Mit offenen Karten - Im Fokus
Krieg in Nahost: Folgen für den Flugverkehr
Mit offenen Karten - Im Fokus
Seewege: Erschütterungen des Welthandels?
The Songs of Joni Mitchell
Mit Yaël Naïm, Charlie Winston, Delgres …
Russland: Die Generation Z
ARTE Reportage
Étretat forever
Biografie eines Sehnsuchtsorts
Mit offenen Karten - Im Fokus
Straße von Hormus: Meerenge blockiert?
ARTE Journal - 19/03/2026
Angriffe auf Energieanlagen in Nahost / Internationale Hilfe für Kuba
Mit offenen Karten - Im Fokus
Wahl in Slowenien: Was steht auf dem Spiel?