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Marc Chagall - Glaube, Liebe, Krieg

53 Min.

Verfügbar bis zum 29/04/2026

Der wandernde Jude, ein stürzender Engel, der flüchtende Jude mit der Thorarolle – immer wieder hat Marc Chagall (1887-1985) diese Motive in den 1930er- und 40er-Jahren gemalt. Die Doku zeigt Chagalls Bilder als Spiegel der Zeit. Chagalls Werk ist heute aktueller denn je, denn es erzählt viel über seinen Blick als jüdischer Künstler auf die Themen Flucht, Glauben und Exil.

 

Marc Chagall (1887-1985) zählt zu den berühmtesten Künstlern der Moderne. Seine Bilder verbinden Traum und Wirklichkeit, Tradition und Moderne und sind von großer Poesie.
Als Jude in der Stadt Witebsk in Weißrussland geboren, lässt er sich in seiner Wahlheimat Frankreich früh vom Licht und den Farben inspirieren. Viele Motive schöpft er aus der jüdischen Kultur, ihren Menschen, Bauten und Traditionen. Doch es gibt auch eine andere Seite: Bereits in Russland erlebt Chagall Pogrome, durchlebt zwei Weltkriege und den Holocaust. Schon früh identifiziert er sich mit der mythischen Figur des wurzellosen, wandernden Juden, der in seinen Arbeiten oft als fliegende Figur erscheint.
Sein Werk spiegelt die politischen Ereignisse seiner Zeit wie kaum ein anderes. Auf Adolf Hitlers Machtergreifung 1933 und den Völkermord an den Juden reagiert er mit Gemälden, die er später als ʺVorahnungen der herannahenden Katastropheʺ bezeichnet, darunter die zentralen Werke ʺDer Engelssturzʺ (1923/1933/1947) und ʺDie weiße Kreuzigungʺ (1938).
Die Beschäftigung mit der Bibel ist für Chagall ein Lebensthema. Dabei schließen sich Judentum und Christentum für ihn nicht aus, sondern verbinden sich immer wieder miteinander, sei es in Motiven oder in seiner Glasmalerei für Kirchen. Chagall wollte ein universeller Künstler sein. Die Dokumentation stellt Chagalls Werke der 1930er und 1940er Jahre vor, die seinen Blick auf die Themen Glauben und Identität, Liebe und Krieg, Hoffnung und Exil zeigen.

Regie

Anna Maria Tappeiner

Land

Deutschland

Jahr

2022

Herkunft

ZDF

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