Vier dieser Frauen, Rute, Ines, Aurélia und Margarita, fordern seitdem eine öffentliche Aufklärung und eine Wiedergutmachung für das, was ihnen und so vielen anderen Frauen damals angetan wurde. Viele sagen, sie seien damals ohne ihre Einwilligung, unter Druck, durch Drohungen oder durch Täuschung über den Zweck des Eingriffs operiert worden. Keiner Frau wurde von den Ärzten etwas erklärt. In zahlreichen Fällen handelt es sich um schwere Menschenrechtsverletzungen: Die Operationen wurden ohne angemessene medizinische Absicherung durchgeführt, teilweise ohne Betäubung, ohne postoperative Versorgung. In einigen Fällen starben die Frauen nach dem Eingriff. Alle Frauen leiden bis heute an den Folgen der Verletzungen durch die Zwangssterilisationen. Die Frauen offenbarten sich unserer Reporterin, nach langen Jahren des Schweigens über ihr Schicksal. Bis heute ist dieser staatliche Skandal nicht aufgeklärt, viele Akteure von damals sind bis heute nicht zur Verantwortung gezogen worden. Doch trotz alledem glaube ihre Opfer noch immer daran, dass man sie endlich anhören wird in ihrem Kampf um Anerkennung, Gerechtigkeit und Würde.