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Schindlers Liste6 Min.
Verfügbar ab dem 26/01/2026
Wie verfilmt man den Wandel eines NS-Sympathisanten zum „Gerechten unter den Völkern“? Schindlers Liste ist ein eindringlicher Versuch historischer Wiedergutmachung – und der erste Schritt von Steven Spielberg und John Williams auf dem Terrain des stillen, zurückhaltenden Dramas.
1993 kam das zutiefst bewegende Schindlers Liste in die Kinos. Regisseur Steven Spielberg, selbst jüdischer Herkunft, erzählt darin die Geschichte des deutschen Industriellen Oskar Schindler, der während des Zweiten Weltkriegs das Grauen des Holocaust erkennt. Dank seines Vermögens und seiner Kontakte gelingt es ihm, 1.200 jüdische Menschen vor dem sicheren Tod zu bewahren, bevor das NS-Regime zusammenbricht. In zurückgenommenem Schwarz-Weiß gedreht, ist Schindlers Liste ein eindrücklicher Appell an das Erinnern und ein komplexes Porträt seiner Hauptfigur und ihrer Entwicklung vom unbedarften Parteigänger zum reumütigen Retter.
Das menschliche und historische Drama liegt fernab der Blockbuster, mit denen Spielberg in den 1990er-Jahren große Erfolge feierte. Zurückhaltend und respektvoll wurde auch die musikalische Konzeption von John Williams, der angesichts der Schwere des Themas zunächst zögerte, den Auftrag überhaupt anzunehmen. Er schlug Spielberg vor, jemanden „Besseren“ zu engagieren, worauf dieser antwortete: „Ich weiß, aber sie sind alle tot.“ Das Ergebnis ist ein kurzer, konzentrierter Soundtrack, der Schlüsselmomente unterstreicht, ohne das Grauen auszumalen, sondern vielmehr Augenblicke von Hoffnung und Menschlichkeit hervorhebt.
Als Hüter der großen Hollywood-Tradition des 20. Jahrhunderts schuf John Williams einige der einprägsamsten Filmsoundtracks aller Zeiten. Star Wars, Harry Potter, Jurassic Park, Superman, Indiana Jones – jede Generation hat mindestens eines seiner Themen im Ohr. Als langjähriger Weggefährte von Steven Spielberg ebnete er zugleich den Weg für andere große Filmmusiker wie Hans Zimmer (Interstellar, Fluch der Karibik, The Dark Knight-Trilogie) oder Howard Shore (die Der Herr der Ringe- und Der Hobbit-Trilogien). Unter der Leitung von Bastien Stil zollt das Orchestre Philharmonique de Radio France ihm mit einer Konzertreihe Tribut und interpretiert einige seiner berühmtesten Stücke neu.
Aufgezeichnet am 18. Dezember 2025 im „Auditorium de Radio France“, Paris
Regie
Isabelle Julien
Produktion
SOMBRERO AND CO
Land
Frankreich
Jahr
2025
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