Tracks East

Das Baltikum in Moskaus Visier

1 Min.

Verfügbar ab dem 24/06/2026

TV-Ausstrahlung am Mittwoch, 1. Juli um 00:50

Das Baltikum befindet sich in einer gefährlichen Sicherheitslage: In Estlands Grenzstadt Narwa machen Nachrichten über eine geplante Abspaltung die Runde – eine gezielte Desinformationskampagne. In Litauen wird über einen neuen Truppenübungsplatz für Nato-Manöver debattiert. Könnte im Baltikum eine neue Kriegsregion entstehen? Und wie gehen die Menschen mit dieser Bedrohung um?
Das Baltikum befindet sich aktuell in der gefährlichsten Sicherheitslage seit Ende des Kalten Krieges. Regelmäßig gibt es GPS-Störungen, Drohnen über sensibler Infrastruktur, beschädigte Unterseekabel und gezielte Desinformation. Mit hybriden Angriffen versucht Russland die baltischen Staaten und damit die Nato zu destabilisieren, ohne offiziell Krieg zu führen.
In Narva, Estlands Grenzstadt zu Russland, erlebt die Bevölkerung die Spannungen unmittelbar. 95 Prozent der Einwohner sprechen Russisch.
Zum "Tag des Sieges" inszeniert Russland im benachbarten Iwangorod eine patriotische Großveranstaltung. Gemeinsam mit der Fotografin Maria Kopytova blickt "Tracks East" auf eine Stadt zwischen europäischem und russischem Einfluss.
Der Suwałki-Korridor zwischen Litauen und Polen gilt als eine der verwundbarsten Stellen der Nato. Sollte Russland diesen Korridor besetzen, wäre das Baltikum auf dem Landweg vom Rest der Nato abgeschnitten. Deshalb will Litauen ganz in der Nähe einen neuen Truppenübungsplatz bauen. Doch das Vorhaben sorgt bei den Bewohnern der kleinen Ortschaft Kapčiamiestis für Streit.
In den letzten Jahren haben alle baltischen Staaten versucht, die Verwendung ihrer Landessprache unter russischsprachigen Bürgern zu fördern. Lettland steht dabei vor der größten Herausforderung, da jeder dritte der rund 1,8 Millionen Einwohner im Alltag Russisch spricht. In Riga trifft "Tracks East" eine junge Galeristin und Clubbetreiberin, die ihre Sicht auf den Sprachkonflikt, der die lettische Gesellschaft spaltet, mit uns teilt.

Land

Deutschland

Jahr

2026

Herkunft

MDR

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