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Haben wir früher mehr geschuftet?
Stimmt es, dass ...?24 Min.
Verfügbar bis zum 17/06/2026
Sendung vom 18/06/2025
Arbeiten wir heute wirklich mehr oder eher weniger als unsere Vorfahren? Jäger und Sammler kamen oft mit wenig Aufwand aus – erst mit Ackerbau und Industriearbeit explodierten die Stunden. Die Geschichte der Arbeitszeit zeigt: Technischer Fortschritt spart nicht nur Arbeit – er schafft auch neue. Heute träumen viele wieder von mehr Zeit – wird der Wunsch Realität?
Haben Menschen heute mehr Freizeit als vor zehntausend Jahren? Oder lebten sie früher entspannter? Die Dokumentation rekonstruiert die Entwicklung der Arbeitszeit in menschlichen Gesellschaften und zeigt, wie verschiedene Kulturtechniken einerseits Arbeit abnahmen – und andererseits neue schufen. Was als „Arbeit“ gilt, hat sich im Lauf der Geschichte immer wieder gewandelt. Der Anthropologe James Suzman berichtet von Gesellschaften, die bis vor Kurzem als Jäger und Sammler lebten. Für sie ist es irritierend, dass westliche Kulturen Kinderbetreuung als Arbeit ansehen – während eine Jagd als Freizeitbeschäftigung gilt. Die Betrachtung dieser Lebensformen macht deutlich: Auch in der Steinzeit mussten Menschen wohl nicht rund um die Uhr schuften, um zu überleben – im Gegenteil. Doch mit der Einführung des Ackerbaus änderte sich das. Die Entwicklung kulminierte in der Industrialisierung – mit Arbeitszeiten von über 70 Stunden pro Woche. Wie konnte es so weit kommen? Die Ökonomin Juliet Schor sieht den Wendepunkt in der Industriellen Revolution und fragt, wann Menschen begannen, ihre Zeit nicht mehr zu „verbringen“, sondern zu „investieren“. Zwar setzten Gewerkschaften im Westen später die 40-Stunden-Woche durch – doch was wurde aus den einstigen Träumen von einer 15-Stunden-Woche? Und wie werden wir in Zukunft die Geschichte der Arbeitszeit weiterschreiben?
Land
Deutschland
Jahr
2024
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