Leider ist dieses Programm aus rechtlichen Gründen nicht in dem Land, in dem Sie sich befinden, verfügbar.
Re: Ein Landhotel voller Ex-Häftlinge
31 Min.
Verfügbar bis zum 30/09/2030
Sendung vom 02/10/2025
Der ehemalige Häftling Gilles Martin nimmt mit seinem Verein Concienta in einem kleinen Dorf Ex-Häftlinge auf, um Rückfälle zu verhindern – ein für Frankreich einmaliges Projekt. Unterstützung von den Behörden bekommt er nicht. Plötzlich steht das Experiment vor dem Aus. Kurz nach Ende der Dreharbeiten werden Gilles Martin und die Geschäftsführerin des Vereins festgenommen.
Gilles Martin hat selbst acht Jahre im Gefängnis gesessen, unter anderem wegen Überfällen auf Geldtransporter. Mehr als zwanzig Jahre ist das jetzt her. Seine Entlassung stellte ihn damals vor große Probleme. „Wenn du aus dem Gefängnis kommst, dann brauchst du einen Rettungsring, einfach damit du den Kopf wieder über Wasser kriegst“, sagt er. Er unterstützt deshalb andere Ex-Häftlinge, damit sie nicht rückfällig werden. Insgesamt hat er mit seinem Verein Concienta in den vergangenen fünf Jahren 63 Ex-Häftlinge begleitet.
Nicolas ist einer von denen, die Martin in einem ehemaligen Hotel in der französischen Provinz aufgenommen hat. Er ist nach zwei Jahren aus der U-Haft entlassen worden – wie fast alle anderen ohne Betreuung und ohne gültige Papiere. Gerade bei solchen Dingen greift der Verein unter die Arme.
Sechs von zehn Häftlingen werden in Frankreich rückfällig. Bei Concienta sind es deutlich weniger. Die meisten bleiben etwa anderthalb Jahre, manche von ihnen sind mit der Zeit selbst zu Betreuern geworden. Trotzdem, Drogen sind ein anhaltendes Problem und erschweren den Weg zurück in die Gesellschaft.
Aufgrund fehlender behördlicher Unterstützung hat sich der Verein nahezu ausschließlich über private Stiftungen und Spenden finanziert. Kurz nach dem Ende der Dreharbeiten hat die Staatsanwaltschaft Gilles Martin und die Geschäftsführerin des Vereins überraschend festgenommen. Sie wirft ihnen unter anderem Körperverletzung, Untreue und Schwarzarbeit vor. Martin sitzt seither in U-Haft, die Geschäftsführerin hat ein Aufenthaltsverbot für das Département. Beide bestreiten die Vorwürfe vehement. Der Verein hat ohne sie seine Arbeit einstellen müssen. Die Ex-Häftlinge müssen jetzt auf eigenen Beinen stehen.
Land
Deutschland
Jahr
2024
Herkunft
ZDF
Auch interessant für Sie
Digital Aliens
Die neue Ungleichheit
Re: Im Nachtzug von Ost nach West
Mexiko unter US-Druck: Kartelle im Fadenkreuz
ARTE Reportage
Re: Nationalparks, Brandherde und Naturparadiese?
Re: Frankreichs Problem mit Selbstjustiz
Libyen: Die Falle für Migranten
ARTE Reportage
Re: Wie Europas Armeen um Nachwuchs kämpfen
Virtuelle Freunde, reale Gefahren: Die neuen KI-Begleiter der Teenager
Re: Unser Zuhause im Frankfurter Bahnhofsviertel
Die meistgesehenen Videos von ARTE
Mozarts Requiem in der Sagrada Família
Blindgänger
Re: Im Nachtzug von Ost nach West
Twist
Chaos im Kopf: Macht ADHS kreativer?
ARTE Journal - 16/06/2026
Öffnung der Straße von Hormus: wann und wie?
Australiens unbekanntes Paradies
Die Inseln der Torres-Straße
Flower Power
Niederländische Malerinnen im 17. Jahrhundert
Weil du mir gehörst
Mexiko unter US-Druck: Kartelle im Fadenkreuz
ARTE Reportage
Mit offenen Karten - Im Fokus
G7-Gipfel: In welchem Kontext?