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Glückskind

Nie allein

1 Min.

Verfügbar ab dem 08/05/2026

TV-Ausstrahlung am Freitag, 8. Mai um 20:15

Helsinki, 1942: Finnland verbündet sich mit Nazi-Deutschland, weshalb jüdische Geflüchtete ins Visier der Staatspolizei geraten. Der jüdische Unternehmer Abraham Stiller versucht, ihnen mit Arbeits- und Aufenthaltspapieren Schutz zu verschaffen, liefert dabei jedoch ungewollt Ansatzpunkte für eine Deportationsliste. Drama von Klaus Härö nach wahren Begebenheiten. 

Eine junge Journalistin will Jahrzehnte später verstehen, was 1942 in Finnland geschah und welche Rolle Abraham Stiller dabei spielte. Als sie ihn befragt, ringt der inzwischen alte Mann mit seinen Erinnerungen – und seinen Schuldgefühlen. Aus der Interviewsituation führen Rückblenden nach Helsinki: Ende der 1930er Jahre will das Land kaum noch jüdische Flüchtlinge aufnehmen. Stiller, eine zentrale Stimme der jüdischen Gemeinde Finnlands und Inhaber eines Mode- und Textilgeschäfts, verspricht Hilfe in Form von Arbeit, Papieren, Unterkunft. Er nimmt Menschen bei sich auf, nutzt seine Beziehungen und glaubt, mit Pragmatismus und Zuversicht das Schlimmste verhindern zu können. Sehr zum Unbehagen seiner Frau und jener Gemeindemitglieder, die lieber unsichtbar bleiben möchten. Mit dem Krieg verschärft sich die Lage. Antisemitische Stimmung dringt in den Alltag und in Stillers Geschäft. Die Staatspolizei interessiert sich zunehmend für Arbeitserlaubnisse und Herkunft. Während Stiller bei Beamten und Ministern interveniert, geraten einzelne Geflüchtete, wie Stillers Schützling Georg Kollmann, ins Fadenkreuz. Im Norden, in der Nähe der dort stationierten deutschen Truppen, müssen jüdische Männer unter härtesten Bedingungen arbeiten. Zugleich wird in Helsinki über "Lösungen" verhandelt, die zunächst die ausländischen Juden treffen sollen. Stiller versucht zu helfen, wird aber selbst zum Spielball eines Apparats, der Vertrauen ausnutzt und Fakten verdreht. Die Journalistin folgt schließlich den Spuren des einzigen Überlebenden und bringt Stiller dazu, sich seinen Schuldgefühlen zu stellen.

Mit

  • Ville Virtanen (Abraham Stiller)

  • Nina Hukkinen (Vera Stiller)

  • Satu Tuuli Karhu (Journalistin)

  • Rony Herman (Georg Kollmann)

  • Naemi Latzer (Janka Kollmann)

  • Rafael Simson Gouveia (Franz Kollmann)

  • Kari Hietalahti (Arno Anthoni)

  • Hannu-Pekka Björkman (Minister Tanner)

  • Peter Kanerva (Kauhanen)

  • Carl-Kristian Rundman (Minister Horelli)

  • Alexander Jagsch (Heinrich Müller)

Regie

Klaus Härö

Drehbuch

  • Jimmy Karlsson

  • Klaus Härö

Autor:in

Rony Smolar

Produktion

  • Matila Röhr Productions

  • Samsara Filmproduktion

  • Taska Film

  • Penned Pictures

  • Hobab

  • ORF Film/Fernseh-Abkommen

  • NDR

  • ARTE

Produzent/-in

Ilkka Matila

Kamera

Robert Nordström

Schnitt

Tambet Tasuja

Musik

Matti Bye

Kostüme

Eugen Tamberg

Szenenbild / Bauten

Jaagup Roomet

Redaktion

  • Claudia Cellarius

  • Barbara Häbe

  • Klaus Lintschinger

  • Julia Sengstschmid

Land

  • Finnland

  • Deutschland

  • Österreich

Jahr

2025

Herkunft

NDR

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