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Bolivien: Ihr See wurde Wüste
25 Min.
Verfügbar bis zum 09/10/2026
Sendung vom 03/11/2023
Im Hochland von Bolivien ist der zweitgrößte See des Landes verschwunden, der Poopó-See trocknete aus zu einer Salzwüste – mit schlimmen Folgen für Mensch und Natur. In 3.700 Metern Höhe, auf dem windigen und sonnenverbrannten Altiplano, lebten die Uru Muratos, das älteste Volk der Anden, seit Jahrhunderten an den Ufern des Sees.
Er war für sie das Zentrum der Welt. Der See ernährte die Urus mit Fischen und auch den Vögeln, die im Schilf nisteten. Ihr Glaube ist mit dem Wasser verbunden, sie verehren die Gottheit des Sees noch immer in ihren Opfergaben jeden August. In ihrer Sprache bedeutet "Poopó" : Bauchnabel. Mit dem See verschwindet das Volk vom Wasser und seine Geschichte, unbemerkt von den Blicken der Weltöffentlichkeit. Die Ursache für diese ökologische Katastrophe ist einerseits der Klimawandel, aber auch die Umleitung der Zuflüsse des Sees für Landwirtschaft und Bergbau. Die letzten Urus schauen hilflos auf das Ende ihrer Welt. Das Volk des Wassers kann nicht überleben ohne seinen See.
Regie
Sophie Bontemps
Autor:in
Sophie Bontemps
Kamera
Nicolas Muñoz
Schnitt
Céline Moreau
Übersetzung
Juliette Igier
Land
Frankreich
Jahr
2023
Mit offenen Karten - Im Fokus
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