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2 Min.
Verfügbar ab dem 10/02/2026
TV-Ausstrahlung am Mittwoch, 18. Februar um 01:05
Diese Dokumentation entstand in Russland, der Ukraine und Ägypten, dem größten Getreideimporteur der Welt. Politische Entscheidungsträger und landwirtschaftliche Akteure analysieren, wie Agrarprodukte und insbesondere der Weizen für Moskau zu Druckmitteln wurden, die der Rüstungsindustrie und dem Erdölexport gleichkommen.
Während seiner 20-jährigen Amtszeit hat Präsident Wladimir Putin die landwirtschaftliche Leistung seines Landes wiederhergestellt. Seit 2016 ist Russland der größte Weizenexporteur der Welt. Mit dem Einmarsch in die Ukraine – ebenfalls ein bedeutender Weizenproduzent – geriet auch der dortige Getreidesektor ins Visier der russischen Armee: Betriebe und Infrastruktur wurden zerstört, in den besetzten Gebieten fanden Enteignungen statt und die Ernte wurde eingezogen.
Nach dem gescheiterten Einmarsch in Kiew konzentriert sich Russland seit dem Frühjahr 2022 auf die Eroberung der landwirtschaftlichen Gebiete im Osten und Süden der Ukraine – der dortige Boden ist mit seiner schwarzen Erde einer der fruchtbarsten der Welt. Für Moskau geht es darum, einen seiner größten landwirtschaftlichen Konkurrenten zu übernehmen und die Getreidemärkte weiter zu destabilisieren, um sie schließlich zu kontrollieren. Damit sichert sich der Kreml die Unterstützung zahlreicher Getreideimporteure aus dem globalen Süden, die immer weiter in russische Abhängigkeit geraten.
Mit dem Einmarsch in die Ukraine will Putin nicht nur die Grenzen eines vergangenen Reichs wiederherstellen. Er möchte auch Russlands Macht als Agrarstaat stärken, um die Welt in neue Einflusszonen aufzuteilen. Um nationale Interessen durchzusetzen, sind ihm offenbar alle Mittel recht, auch wenn sie den grundlegenden Prinzipien und Werten der Vereinten Nationen widersprechen. Mit dem Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar 2022 begann für den russischen Präsidenten die Umsetzung seines Plans für eine neue Weltordnung.
Regie
Vincent de Cointet
Land
Frankreich
Jahr
2023
Herkunft
ARTE F
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