Leider ist dieses Programm aus rechtlichen Gründen nicht in dem Land, in dem Sie sich befinden, verfügbar.
Re: Die Frauen von Ceuta
Leben zwischen Europa und Afrika33 Min.
Verfügbar bis zum 19/06/2028
Sendung vom 21/06/2023
Ceuta steht in diesem Frühjahr wohl wieder eine neue Flüchtlingswelle bevor, denn die Stadt ist Afrikas Sprungbrett nach Europa. Dabei kämpfen die Menschen in der spanischen Exklave selbst mit Armut, Inflation, Bildungsmisere, Rassismus und Kriminalität. Einige Frauen wollen das nicht länger hinnehmen und nehmen ihr Schicksal und das der Stadt selbst in die Hand.
Ceuta ist wichtig – für Spanien, für die EU und die Nato. Die Ceutis aber sind es nicht. Die kleine spanische Exklave im Norden Afrikas ist wie ein Brennglas für zwei der drängendsten Probleme Europas: die unaufhaltsamen Flüchtlingsströme aus dem Süden und den erstarkenden Alltagsrassismus. Muslime machen fast die Hälfte der knapp 85.000 Einwohner aus, aber sie sind überproportional von prekären Lebenssituationen betroffen.
Die Reportage trifft drei Frauen, die am Rande der EU ein Spielball der großen Politik sind und die sich nicht damit abfinden wollen, dass ihre Heimat zum Flüchtlingslager und Ghetto wird. Um die Not zu lindern, packen sie die Probleme selbst an. Während sich die Geschäftsfrau Sabah Hamed Mohamed um junge Flüchtlinge kümmert, ihnen Decken und Kleidung anbietet, verteilt Hanan Abderrahman Mohamed mit ihren Anonymen Frauen Lebensmittel an rund 200 bedürftige Familien. Die Menschenrechtsanwältin Fatima Hamed Hossain geht auf die Straße und sucht das Gespräch mit den Bürgern, denn ihre junge Partei „MDyC“ will die Rechtspopulisten von VOX in den anstehenden Wahlen Ende Mai aus dem Stadtparlament fegen.
Doch in die unermüdlichen Anstrengungen, das Leben für alle wieder lebenswerter zu machen, platzt die Nachricht: In der letzten Nacht haben Flüchtlinge versucht die Grenze von Marokko nach Ceuta zu überwinden. Sie haben es nicht geschafft. Vielleicht waren es 200 oder 300 – vielleicht auch mehr. Genaue Zahlen erfahren die Ceutis nicht. Aber von 50 Verletzten ist die Rede. Und sie werden es wieder versuchen. Da sind sich alle sicher.
Land
Deutschland
Jahr
2022
Herkunft
ZDF
Auch interessant für Sie
Libyen: Die Falle für Migranten
ARTE Reportage
Crazy Borders
Llívia: Ein Fleckchen Spanien in Frankreich
Mexiko unter US-Druck: Kartelle im Fadenkreuz
ARTE Reportage
ARTE Reportage
Mexiko / Libyen
Libanon: Die Kinder, der Krieg und ich
ARTE Reportage
Re: Unser Zuhause im Frankfurter Bahnhofsviertel
Digital Aliens
Die neue Ungleichheit
Kirgisistan: Autoritär statt Demokratie
ARTE Reportage
Re: Wie Europas Armeen um Nachwuchs kämpfen
Die meistgesehenen Videos von ARTE
Yuja Wang X David Hockney
Budapest Festival Orchestra spielt Werke von Prokofjew, Mozart und Schumann
Eröffnungskonzert Kissinger Sommer
Blindgänger
Twist
Chaos im Kopf: Macht ADHS kreativer?
Mozarts Requiem in der Sagrada Família
Ad Infinitum
Sternenklang Festival 2026
Flower Power
Niederländische Malerinnen im 17. Jahrhundert
Weil du mir gehörst
ARTE Journal - 13/06/2026
Neue israelische Angriffe im Libanon
Mit offenen Karten - Im Fokus
Fussball-WM: Sport und Geopolitik