John Eliot Gardiner - The Art of Conducting

2 Min.

Verfügbar ab dem 30/05/2026

TV-Ausstrahlung am Sonntag, 31. Mai um 02:40

In der Grafschaft Dorset im Südwesten Englands hat John Eliot Gardiner seinen Dirigentenstab gegen Gummistiefel eingetauscht. ARTE zeigt die Sendung zu Ehren von John Gardiner, der am 20. April 2023 seinen 80. Geburtstag feiert.

Orchesterleiter und Biobauer: Wenn John Eliot Gardiner von einer Konzerttournee zurückkehrt, füttert er gerne seine Aubrac-Rinder, die er auf seinem Biohof im südenglischen Dorset hält. Das erde ihn und verbinde ihn mit der Natur im Gang der Jahreszeiten, sagt er. Gardiners internationale Karriere begann mit einer Neuinszenierung von Monteverdis "Marienvesper"; er positionierte einzelne Sänger und Sängerinnen und Instrumentengruppen in verschiedenen Teilen des gewaltigen Baus, so dass die in der Komposition angelegten Raumklang- und Echoeffekte deutlicher zu spüren waren als in früheren Einspielungen. Inzwischen hat sich Gardiner nach Monteverdi, Bach und Händel auch die wichtigsten Orchester- und Chorwerke Mendelssohns, Beethovens und Berlioz‘ erschlossen.
In der Dokumentation spricht Gardiner von Bachs "h-Moll-Messe" als einem "Mount Everest der Musikliteratur", die den Komponisten auch als Zweifler zeige. Der Dirigent hat mehrere Ensembles von Weltrang gegründet, die mit ihm am idealen Klang arbeiten: den Monteverdi Choir, die English Baroque Soloists und das Orchestre Révolutionnaire et Romantique. Gardiner hört erst auf, wenn der perfekte Klang gefunden ist: Er muss die Stimmungen und Gefühlsqualitäten, die Komponist oder die Komponistin im Sinn hatte, zum Ausdruck bringen, damit das Publikum die Musik so frisch empfindet, als wäre das Stück gerade erst geschrieben worden.

Regie

Natascha Pflaumbaum

Land

Deutschland

Jahr

2022

Herkunft

HR

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