Leider ist dieses Programm aus rechtlichen Gründen nicht in dem Land, in dem Sie sich befinden, verfügbar.
Green Line
Beirut: Rote Hölle, dunkle Zeiten151 Min.
Verfügbar bis zum 14/04/2026
Fida wuchs in den 1980er Jahren in Beirut zur Zeit des libanesischen Bürgerkriegs auf. Als Kind kannte sie nichts anderes, und die Banalisierung des Sterbens weckte Zweifel am Wert des Lebens und am Sinn dieses Kriegs. Mit der Filmemacherin Sylvie Ballyot kehrt Fida zurück in den Libanon und trifft ehemalige Kämpfer beider Seiten.
Fida wurde 1975, im Jahr des Ausbruchs des libanesischen Bürgerkriegs, in Beirut geboren. Als Kind litt sie weniger unter den Bomben, die sie daran hinderten, in die Schule zu gehen, als unter der Erklärungsnot angesichts der Absurdität des Krieges. Warum bekämpften sich die Menschen dies- und jenseits dieser grünen Linie, die Beirut zweiteilte?
In Begleitung der Filmemacherin Sylvie Ballyot kehrt Fida in den Libanon zurück, um diese Frage für sich zu beantworten. Mit Miniaturfiguren setzt sie in nachgestellten Szenen ihre lückenhaften Erinnerungen zusammen. Sie trifft ehemalige Kämpfer von beiden Seiten der grünen Linie und vergleicht deren Narrativ mit ihrem eigenen Bild. Einer der Kämpfer erklärt ohne Reue, er habe keine andere Wahl gehabt als zu töten. Ein anderer hinterfragt die Gründe, die ihn damals bewogen, der Miliz beizutreten und ihr sein Leben zu opfern. Ein Dritter erzählt voller Emotionen, wie er als Kind aus armen Verhältnissen diskriminiert worden sei, und sich Krieg und Kommunismus verschrieben habe in der Hoffnung, die Welt zu verändern. Ein weiterer bekräftigt voller Stolz, dass er trotz des Blutvergießens und der vielen Toten jeden Abend gefeiert habe.
Fida hört ihnen zu und bietet Paroli. Doch ihre Gegenrede wirkt weder verurteilend noch anschuldigend. Sie will verstehen, wie man 15 Jahre lang andere Menschen töten kann, ohne jemals unter Gewissensbissen zu leiden oder Selbstzweifel aufkommen zu lassen. Im Gespräch mit diesen Tätern und ehemaligen Kriegsverbrechern streift Fida allmählich ihre kindliche Sichtweise ab und positioniert sich als erwachsene Frau, die sich die Frage stellt: Wie hätte ich an ihrer Stelle gehandelt?
Die Spuren, die der Krieg in Fidas Körper hinterließ, stehen für die Narben, die den Libanon bis heute zeichnen. Die persönliche Auseinandersetzung mit dem damaligen Krieg ist zugleich eine Reflexion über die Spuren, die aktuelle Kriege bei den Menschen hinterlassen.
In Begleitung der Filmemacherin Sylvie Ballyot kehrt Fida in den Libanon zurück, um diese Frage für sich zu beantworten. Mit Miniaturfiguren setzt sie in nachgestellten Szenen ihre lückenhaften Erinnerungen zusammen. Sie trifft ehemalige Kämpfer von beiden Seiten der grünen Linie und vergleicht deren Narrativ mit ihrem eigenen Bild. Einer der Kämpfer erklärt ohne Reue, er habe keine andere Wahl gehabt als zu töten. Ein anderer hinterfragt die Gründe, die ihn damals bewogen, der Miliz beizutreten und ihr sein Leben zu opfern. Ein Dritter erzählt voller Emotionen, wie er als Kind aus armen Verhältnissen diskriminiert worden sei, und sich Krieg und Kommunismus verschrieben habe in der Hoffnung, die Welt zu verändern. Ein weiterer bekräftigt voller Stolz, dass er trotz des Blutvergießens und der vielen Toten jeden Abend gefeiert habe.
Fida hört ihnen zu und bietet Paroli. Doch ihre Gegenrede wirkt weder verurteilend noch anschuldigend. Sie will verstehen, wie man 15 Jahre lang andere Menschen töten kann, ohne jemals unter Gewissensbissen zu leiden oder Selbstzweifel aufkommen zu lassen. Im Gespräch mit diesen Tätern und ehemaligen Kriegsverbrechern streift Fida allmählich ihre kindliche Sichtweise ab und positioniert sich als erwachsene Frau, die sich die Frage stellt: Wie hätte ich an ihrer Stelle gehandelt?
Die Spuren, die der Krieg in Fidas Körper hinterließ, stehen für die Narben, die den Libanon bis heute zeichnen. Die persönliche Auseinandersetzung mit dem damaligen Krieg ist zugleich eine Reflexion über die Spuren, die aktuelle Kriege bei den Menschen hinterlassen.
Regie
Sylvie Ballyot
Land
Frankreich
Jahr
2024
Herkunft
ARTE F
Auch interessant für Sie
- Abspielen
Domino-Effekt: Vom Post zur Story
Anas Modamani - Das Doppelleben eines Selfies
- Abspielen
Libanon: Der Krieg ohne Namen
ARTE Reportage
- Abspielen
Haben die Bürgerkriege uns zivilisiert?
Offene Ideen mit Jérémie Foa
- Abspielen
Karambolage
Flic / Nibelungenlied
- Abspielen
Karambolage
Mutter-Kind-Kur / Babies / Duralex-Glas
- Abspielen
Karambolage
Salzige Butter / Tribüne / Kirschkernkissen
- Abspielen
Karambolage
Après-Ski / niesen / Der schönste Bahnhof Frankreichs
- Abspielen
Square für Künstler
Falk Richter, Autor und Regisseur
- Abspielen
Karambolage
Was an Weihnachten fehlt / Die Weihnachtspyramide
Die meistgesehenen Videos von ARTE
- Abspielen
ICE: Was hinter Trumps Schocktruppe steckt
- Abspielen
ARTE Reportage
Spezial Iran
- Abspielen
Claude Chabrol oder die Amour fou
- Abspielen
Mit offenen Karten - Im Fokus
Ein Jahr Trump: weltweites Chaos
- Abspielen
Ausstellung: Cezanne, Vater der Moderne
- Abspielen
Borga
- Abspielen
Grönland - Der neue Rohstoffrausch
- AbspielenNur noch heute online
ARTE Journal - 30/01/2026
Trump und die Fed / Widerstand im Iran / Tschechien: Kohleausstieg
- Abspielen
Indien: Wirtschaftswunder oder Fata Morgana?
- Abspielen
Iran: Blutige Repression
NotInitialized