Kambodscha: Blut klebt an ihren Ziegeln

ARTE Reportage

25 Min.

Verfügbar ab dem 15/05/2026

Sendung vom 15/05/2026

Kambodscha boomt, in der Hauptstadt Phnom Penh bauen sie ein Hochhaus nach dem anderen. Dafür brauchen sie Nachschub an Baumaterial, vor allem Ziegelsteine. In den Ziegeleien schuften deshalb in Schuldknechtschaft gehaltene Arbeiter Tag und Nacht.

Die Ziegelindustrie in Phnom Penh stellt vor allem Bauern ein, die ihr Land verlassen mussten; weil der Klimawandel ihre Felder austrocknete. Diese Bauern sind eine leichte Beute für die Ziegeleibesitzer und ihr System der Schuldknechtschaft. Sie erhalten von ihren Arbeitgebern Vorschüsse oder Kredite, auch um alte Schulden zu begleichen, die sie dann abarbeiten sollen. In aller Regel gelingt ihnen das nicht, denn die Löhne sind winzig und die Lebenshaltungskosten hoch, ganze Familien schuften als Sklaven eines Systems, das sie Tag für Tag fester an die Ziegeleien bindet. Die Arbeiter leben in den Fabriken in Baracken, ihre Kinder schuften heimlich mit, Arbeitsunfälle werden verschwiegen und vertuscht. Die Arbeitgeber sitzen auch dank des Wirtschaftsbooms am längeren Hebel, sie werden so gut wie nie zur Rechenschaft gezogen.

Regie

Guillaume Lhotellier

Autor:in

Guillaume Lhotellier

Kamera

Antoine Boddaert, Guillaume Lhotellier

Schnitt

Jeanne Bureau

Produktion

Hikari

Land

Frankreich

Jahr

2026

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