Wie viele von den Tetris-Addicted der 1980er ahnten wohl, dass das Spiel, das sie zum Schwitzen brachte, vom großen Bruder jenseits des Eisernen Vorhangs kam? Das Spiel wurde 1984 von dem russischen Mathematiker Alexei Paschitnow entwickelt, damals noch ohne Musik und Farbe. Über viele Umwege gelangte das Spiel aus der UdSSR in den Westen, und schließlich konnte sich Nintendo die Rechte für das Spiel sichern und stattete den damals brandneuen GameBoy damit aus. Das Spiel wurde so erfolgreich, dass ein Syndrom danach benannt wurde, das Gamer befällt, die so viel spielen, dass sie die wirkliche Welt um sie auch nur mehr als Quadrate interpretieren, die man ineinanderstecken muss.
Nintendo packte die Musik dazu. „Korobeiniki“, das russische Volkslied über den Hausierer, der Stoffe an seine Liebste ausliefert, bekam den ominösen Titel „Typ A“ und wurde das Tetris-Thema schlechthin. Daneben gibt es noch weitere russische Melodien die zu Tetris-Themen wurden. Welche das sind, erzählt uns Max Dozolme. Interpretiert werden sie auf der Balalaika von Nicolas Kedroff.