(1) Leonor Fini: eine rebellische Malerin aus Triest
Malerin, Performerin, bildende Künstlerin – Leonor Fini war ihrer Zeit voraus. Sie passte damit gut nach Triest, wohin sie 1909 noch ganz klein mit ihrer Mutter zog. Der weltoffene, kosmopolitische und feministische Geist der italienischen Stadt war für Fini schon als Kind eine Inspirationsquelle. In ihrer von Traumwelten und Mythologien geprägten Kunst ließ sie ihrer ungehemmten Extravaganz freien Lauf.
(2) Brooklyn: Ort Schwarzer Emanzipation
Ende der 1960er Jahre wurde im Bedford-Stuyvesant-Viertel des New Yorker Stadtteils Brooklyn ein revolutionäres Projekt ins Leben gerufen: Eine kleine, engagierte Gruppe von Aktivisten, Kunstschaffenden und Lehrkräften gründete das Gemeinschaftszentrum "The East" als Ort Schwarzer Emanzipation. Tagsüber war es eine alternative Schule, abends ein Jazzclub. "The East" initiierte Geschäfte, eine Lebensmittelgenossenschaft und eine politische Zeitung. Ziel der Aktivisten war es, selbst über Wissen und Wirtschaft – und somit auch über die eigene Freiheit zu bestimmen. Auch 50 Jahre später besteht der East-Spirit fort.
(3) Estland: Joonas gesalzener Lachs
In Tallinn bereitet Joonas gesalzenen Lachs mit Kartoffelsalat nach dem Rezept seiner Großeltern zu. Zuerst salzt er den Lachs und lässt ihn ziehen. Dann macht er sich an den Kartoffelsalat aus Äpfeln, Gewürzgurken, Kartoffeln, Gurken und Schinken, den er mit Sauerrahm und Mayonnaise verfeinert. Eine perfekte Mahlzeit für die ganze Familie.
(4) Dijon: Wo die "Poilus" verwöhnt wurden
Der Bahnhof von Dijon wirkt eher unscheinbar. Von seinem einst prächtigen Metallbau ist nach dem Zweiten Weltkrieg fast nichts mehr übriggeblieben. Nur die alte Eisenbahnbrücke erinnert noch an jenes Dijon, das französische Soldaten des Ersten Weltkriegs – auch "Poilus" genannt – vom Leid ablenken konnte.