Wie unser Gehirn uns austrickst (2/2)

Mein Hirn und die anderen

1 Min.

Verfügbar ab dem 01/04/2026

TV-Ausstrahlung am Mittwoch, 15. April um 22:40

Der Mensch ist ein hochsoziales Wesen. Doch der Einfluss unseres direkten Umfelds auf Wahrnehmung, Entscheidungen und Verhalten ist weitaus größer, als uns oft bewusst ist. Ob sozialer Stress, unser Hang zum Konformismus oder die sogenannte "Weisheit der Vielen" – in dieser Folge geht der Neurowissenschaftler Albert Moukheiber den Mechanismen des sozialen Gehirns auf den Grund.

Der Mensch denkt und entscheidet nicht völlig unabhängig: Er ist auf andere angewiesen und sein Gehirn ist auf das Leben in Gemeinschaft ausgelegt. In dieser Folge zeigt der Neurowissenschaftler und Psychologe Albert Moukheiber, wie stark unser Denken, Verhalten und unsere Entscheidungen von der Anwesenheit anderer beeinflusst werden – so sehr, dass uns unser Gehirn mitunter in die Irre führt.
Von Geburt an sind andere für unser Überleben unverzichtbar. Zwischenmenschliche Beziehungen formen unsere kognitiven Fähigkeiten und das "soziale Gehirn". Doch der Blick der anderen kann auch lähmen: Sozialer Stress blockiert unser Potenzial, während die Angst vor Ausgrenzung Entscheidungen beeinflusst.
Moukheiber macht deutlich, wie sehr wir zu Konformismus neigen und unbewusst vereinfachende Denkmuster nutzen. Diese Mechanismen sind überlebenswichtig, machen uns aber auch anfällig für Manipulation und Betrug – oft mit schädlichen Folgen. Soziale Netzwerke nutzen diese Automatismen gezielt aus, um Aufmerksamkeit zu binden. Dabei untergraben sie mitunter die Fähigkeit, unterschiedliche Meinungen gelten zu lassen und eigenständig zu denken. Gerade in Zeiten Künstlicher Intelligenz und des digitalen Wandels ist es wichtiger denn je zu verstehen, was zwischenmenschliche Beziehungen ausmacht.
 
 
 
 

Regie

Vincent Amouroux

Land

Frankreich

Jahr

2025

Herkunft

ARTE F

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